Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Deutscher Ärztetag

15.05.2010 | 15:42 Uhr

113. Deutscher Ärztetag: Zusammenfassung der wichtigsten Entscheidungen

Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe (Präsident Deutscher Ärztetag)

Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe (Präsident Deutscher Ärztetag)

Die Forderung der Delegierten nach einem Stimmrecht der Bundesärztekammer im Unterausschuss soll eine Qualitätssicherung des Gemeinsamen Bundesausschusses zum Ziel haben. Ein Gesamtkonzept des AQUA-Instituts wird jedoch zwingend zu erstellen sein. Ebenso forderten die Delegierten eine Harmonisierung zwischen Bund und Ländern in der Frage der Qualitätssicherung-Strukturen.

Eine Novellierung der GOÄ wurde ebenso begrüßt wie die Öffnungsklausel dazu abgelehnt wurde. Ein anonymer Krankenschein soll in Zukunft die Gesundheit von Menschen ohne Aufenthaltsstatus sichern. Ferner wiesen die Delegierten darauf hin, dass dem Mangel an medizinischen Fachkräften unbedingt entgegengewirkt werden müsse. Auch eine verbesserte Versorgung von Menschen mit Behinderungen sei dringend notwendig.

Im Zusammenhang mit dem Ärztestreik stellten sich die Delegierten auf Seiten der Ärzte und fordern zugleich familienfreundliche Krankenhäuser als Maßnahme gegen den drohenden Ärztemangel. Eine Förderung der Versorgungsforschung durch das Bundesforschungsministerium ist ebenfalls gefordert worden. Ferner sollen Wege gefunden werden, die heutigen und künftigen Medizinstudenten für die Allgemeinmedizin zu gewinnen.

Zugleich warnten sie davor, das Fach Hygiene abzuschaffen, das bisher Teil des Medizinstudiums war. Die Delegierten rieten zu einem Aufbau der Diamorphinambulanzen und regen daher an, dass die Bundesärztekammer sich für eine Änderung der Richtlinie zur Untersuchungs- und Behandlungsmethodik einsetzt. Der 113. Deutsche Ärztetag war überaus erfolgreich und brachte eine Vielzahl an Entscheidungen.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Teilen Sie Ihre Meinung