Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Studie

19.08.2009 | 17:07 Uhr

12 Studien die ein längeres Leben versprechen

Aufgeschlossenheit

Laut einer neuen schwedischen Studie mit mehr als 500 Männern und Frauen über 78 Jahren erkranken aufgeschlossene Menschen nur halb so häufig an Demenz. Die Teilnehmer beschrieben sich selbst zudem als nicht so leicht stressbar. Die Forscher vermuten, dass ihre Gehirne aufgrund eines niedrigeren Cortisolspiegels belastbarer sind – Studien zeigten, dass eine zu hohe Konzetration dieses Stresshormons die Kommunikation zwischen den Gehirnzellen hemmen kann. Um den Cortisolspiegel zu senken, helfen Meditation, das Trinken von Schwarzem Tee oder ein Nickerchen.

Bewegung

Menschen mittleren Alters, die mehr als 40 Minuten pro Tag und ca. 5 Stunden in der Woche laufen, leben länger und verfügen zudem trotz zunehmendem Alter über einen physisch und mentalen besseren Zustand. Die Forscher untersuchten dafür Läufer und Nicht-Läufer über einen Zeitraum von 21 Jahren. Die Läufer erlitten seltener Herzinfarkte und entwickelten weniger Krebsfälle, neurologische Krankheiten und Infektionen. Statt Laufen kommt auch jede andere körperliche Aktivität in Frage, die für mindestens 20 Minuten täglich mit erhöhter Atemfrequen ausgeführt wird.

Ballaststoffe

Eine durchschnittliche Aufnahme von 24 bis 27 g Ballaststoffen täglich verringert das Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben laut einer Niederländischen Studie um 17 Prozent. Ballaststoffe reduzieren den Cholesterinspiegel, verbessern die Insulinsensitivität und fördern die Gewichtsabnahme.

Sich jĂĽnger fĂĽhlen als man ist

In einer neuen Studie mit 500 Teilnehmern, die über 70 Jahre alt waren, fühlten sich die Probanden mit einer guten Gesundheit deutlich jünger als sie eigentlich waren. Sich jünger zu fühlen steht in direktem Zusammenhang mit einer besseren Gesundheit und einem längeren Leben. Es verbessert den Optimismus und die Motivation, Herausforderungen anzunehmen. Dies wiederum reduziert Stress, fördert das Immunsystem und senkt schlussendlich auch das Krankheitsrisiko.

Begeisterung fĂĽr Techniktrends

Indem man lernt, mit Twitter oder Skype umzugehen, hält man die Gehirnzellen jung und gesund. Viele ältere Menschen senden E-Mails, googlen nach früheren Freunden oder verabreden sich online. Laut Forschermeinung hält die Nutzung von neuesten Techniktrends nicht nur mental fit, sondern unterstützt auch die soziale Integration. Indem sie mit Freunden und Familie in Kontakt bleiben und über aktuelle Geschehnisse bescheid wissen, fühlen sie sich vitaler und besser integriert.

Spätgebährend

Frauen, die später als mit 44 Jahren schwanger werden, haben eine um 15 Prozent geringere Sterblichkeitsrate mit zunehmendem Alter als diejenigen, die mit unter 40 Jahren Kinder zur Welt gebracht haben. Gesunde Eierstöcke und die Möglichkeit, Kinder in diesem Alter zu bekommen, deuten auf Gene für ein längeres Leben hin.

Späte Menopause

Studien zeigen, dass eine Menopause, die erst nach einem Alter von 52 Jahren einsetzt, eine längere Lebensdauer bedeuten kann. Eine Grund ist, dass Frauen, bei denen die Menopause später einsetzt, ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen aufweisen.

Schlanke Figur nach der Menopause

Frauen mit einem ausgeprägten Bauch nach der Menopause sterben durchschnittlich 20 Prozent häufiger früher, selbst wenn ihr Body-Mass-Index normal ist. Im mittleren Alter bedarf es eines größeren Aufwands, den Bauch schlank zu halten, da die sich verändernden Hormone eine Gewichtszunahme in der Körpermitte fördern.

Jede Kalorie zählt

Forscher aus St. Louis / USA berichten, dass Männer und Frauen, die ihre tägliche Kalorienaufnahme auf 1.400 bis 2.000 (ca. 25 Prozent weniger als die typische Ernährung mit einer täglichen Kalorienaufnahme zwischen 2.000 und 3.000 Kalorien) begrenzten, buchstäblich jung im Herz geblieben waren – ihre Herzen funktionierten wie diese von Menschen, die 15 Jahre jünger waren. Es geht allerdings nicht darum, nur weniger zu essen, sondern die meisten Nährstoffe per Kalorie zu sich zu nehmen. Die Studienteilnehmer ernährten sich von Gemüse, Vollkornprodukten, fettfreier Milch und magerem Fleisch. Weißes Brot, Limonade und Süßigkeiten wurden dagegen gestrichen.

Langsamer Puls

Ein Herz im Ruhezustand schlägt ca. 60 mal pro Minute. Die meisten Menschen haben einen Puls zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute – je näher am unteren Rand des Spektrums, desto gesünder. Ein langsamerer Puls heißt, dass das Herz nicht so schnell schlagen muss und damit länger lebt.

Gesunder Schlaf

Schnarchen ist ein deutliches Zeichen für obstruktive Schlafapnoe, eine Störung, bei welcher die Atmung kurz stoppt, weil der obere Teil der Luftröhre zusammenfällt und die Atmung behindert. In schweren Fällen kann dies 60 bis 70 mal in der Stunde passieren. Schlafapnoe kann hohen Blutdruck, Gedächtnisstörungen, Gewichtszunahme und Depressionen verursachen. Eine Studie, welche über 18 Jahre lief, hat herausgefunden, dass Menschen ohne obstruktive Schlafapnoe 3 mal häufiger länger leben als die mit einer schweren Apnoe. Bei Schnarchen und einer ausgeprägten Schläfrigkeit am Tag oder Stimmungsschwankungen sollten Betroffene ärztlichen Rat suchen und sich gegebenenfalls in einem Schlafzentrum untersuchen lassen.

Vitamin D

Für einen optimalen Schutz vor Krankheiten benötigt der Körper mindestens 30 Nanogramm Vitamin D pro Milliliter Blut. Vitamin D schützt vor Osteoporose und senkt das Risiko für Krebs, Herzerkrankungen und Infektionen. Bei Bedarf kann die Zufuhr von Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmittel erhöht werden. Allerdings sollte der Vitamin D Spiegel, welcher mit einem einfachen Bluttest gemessen werden kann, beobachtet werden, da Vitamin D ab einer Konzentration von 100 bis 150 Nanogramm per Milliliter Blut toxisch wirkt.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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