Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenkassen

11.06.2009 | 12:52 Uhr

2-jähriges Kind soll Tabletten schlucken

Manchmal muss ich mich echt fragen, welche “Experten” in manchen Krankenkassen sitzen. Ich habe eben bei der PharMama eine fĂĽr mich unverständliche Geschichte gelesen.

Kurz zusammengefasst – Tabletten fĂĽr eine 2-jährige

Da braucht ein 2-jähriges Kind ein Medikament gegen Fieberkrämpfe. Die Pharmaassistentin ruft bei der Krankenkasse an, ob es übernommen wird. Die Krankenkasse gibt dann die Auskunft, dass erst mit einer Komission abgeklärt werden muss, ob die Kosten übernommen werden. Dies würde ca. eine Woche dauern. Hier Frage ich mich schon, ob das Wort Service nur direkt gegenüber Kunden zählt? Das Kind hat Krämpfe. Soll halt dann eine Woche warten.

Weitere Aussage: Sie könnten dem Kind so lange Tabletten geben, welche von der Krankenkasse bezahlt werden. Top! Gib dem 2-jährigen bei einem Fieberkrampf eine Tablette.

NatĂĽrlich wĂĽrde ich jetzt zu gerne wissen, welche Krankenkasse diese “Spezialisten” hat.

Mein Fazit: Vielleicht sollte auch der Arzt manchmal gefragt werden, was er von einer Krankenkasse hält. Was denkt ihr dazu?

Als Ergänzung noch: PharMama bloggt aus der Schweiz.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “2-jähriges Kind soll Tabletten schlucken”
  1. anno sagt:

    Immer dieses geheule über die Krankenkassen kann man langsam nicht mehr hören. Die Menschen in Deutschland sollten mal vor vollendeten Tatsachen gestellt werden und erleben wie die Versorgung in anderen westlichen Ländern aussieht. Da würden man sich überlegen solch Kommentare a la Bild Zeitung abzugeben.

  2. RevengeofPKV sagt:

    Also zunächst mal muss man natĂĽrlich darauf hinweisen, dass die Geschichte in der Schweiz spielt. Damit natĂĽrlich auch nach den schweizer “Spielregeln” der KostenĂĽbernahme von Arzneimitteln. Ich kenne diese nicht, von daher kann ich mir kein Urteil darĂĽber erlauben, inwieweit das Verhalten der Krankenkasse hier richtig oder falsch gewesen ist.

    Schwach ist aber meines Erachtens, dass die Krankenkasse nicht selbst den Hinweis auf das geeignete und wohl auch im Rahmen der Versicherungsbedingungen übernahmefähige Generikum gegeben hat. Zum einen ist das kein toller Service, zum anderen bleibt ein fader Nachgeschmack (wollte die Versicherung vielleicht gar keinen Hinweis auf die Verordnungsalternative geben, weil sie diese hätte zahlen müssen?).

    @anno: Also der Kommentar von Steffen liegt nun wirklich nicht auf dem Niveau der Bild-Zeitung. Es ist doch nachvollziehbar, dass so eine Geschichte betroffen macht. Ich gebe dir aber insoweit recht, dass die öffentliche Meinung manchmal etwas zu reflexhaft auf die Krankenkassen einprügelt. Sicherlich ist unser System im Vergleich zu anderen Gesundheitssystemen im Ausland gar nicht so schlecht, aber trotzdem muss es sich sachbezogene Kritik gefallen lassen.

Teilen Sie Ihre Meinung