Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Rabattverträge

9.06.2010 | 19:24 Uhr

36 Unternehmen wollen Rabattverträge mit der AOK

Rabattverträge der AOK gefragt

Rabattverträge der AOK gefragt

Stuttgart – Die Angebotsfrist fĂĽr die 5. Runde der AOK-Rabattverträge fĂĽr Arzneimittel gingen am Montag zu Ende. 36 Unternehmen, sowohl groĂźe Pharma-Konzerne als auch mittelständische Unternehmen, haben Interesse an den Arzneimittelrabattverträgen angemeldet und Angebote fĂĽr die 12 ausgeschriebenen, patentfreien Wirkstoffe abgegeben. Die Verträge sollen eine 2-jährige Laufzeit haben und am 1. Oktober gĂĽltig werden.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK (Baden-Württemberg), Christopher Hermann, ist zugleich Chefunterhändler für die Rabattverträge und spricht von einer hohen Akzeptanz des Ausschreibungsverfahrens. Hermann betont jedoch die in seinen Augen unsinnigen Politikvorhaben: „Die völlig unnötigen Änderungen sorgen für neue Verunsicherung bei allen Beteiligten und überflüssigen Bürokratieaufwand“.

Demnach soll der Abschluss solcher Rabattverträge erschwert werden. Da die AOK dadurch jedoch allein in diesem Jahr 520 Millionen Euro einspart, sagt Hermann: „Es wäre nicht nachzuvollziehen, wenn man bei der aktuellen Finanzlage des Gesundheitssystems bewusst auf solche Summen verzichten würde“.

Aktuell sind 143 ausgeschriebene Wirkstoffe (Ausgabevolumen 3,5 Milliarden Euro) bei der AOK rabattiert. Nach eigenen Angaben wird die AOK bis zum Ende des Jahres etwa eine Milliarde Euro mit Hilfe der Rabattverträge eingespart haben.

Bild: flickr / Rennett Stowe

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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