Klinikum Offenbach
Klinikum Offenbach Patienten ziehen vom Alt- in den Neubau

Neubau Klinikum Offenbach
Der Umzug wurde vom Klinikum Offenbach über ein Jahr lang geplant. Dafür stimmt der Zeitplan nun auch auf die Minute genau. “Der Ablauf funktioniert nach Katastrophenschutzplan, der auch bei einer Evakuierung greifen würde”, erklärt Peter Bonifer, Einsatzleiter und Krankenpfleger.
Der Umzug in das neue 700-Betten-Haus musste zweimal verschoben werden. Grund waren unter anderem Mängel beim Brandschutz. Diese Verzögerungen waren jedoch recht teuer – 10 Millionen Euro Mehrkosten wurden dadurch verursacht. Wurden damals 150 Millionen Euro für den Neubau verplant, beläuft sich die Summe nun auf 160 Millionen Euro. Den größten Teil davon trägt Offenbach – die Stadt, die ohnehin schon verschuldet ist. 50 Millionen Euro kommen vom Land Hessen. Hans-Ulrich Schmidt, Klinik-Geschäftsführer, ist dennoch froh über den reibungslosen Ablauf: “Es klappt hervorragend. Großes Kompliment an die Mitarbeiter.”
Wegen des Umzugs sind über 2.000 Ärzte, Pfleger und Freiwillige im Einsatz und verlegen die Kranken im Stundentakt. Ganz vorne standen die Intensivpatienten, gefolgt von der Frauenklinik und der Frühchen-Station. Hier musste ganz besondere Vorsicht gelten, da die Neugeborenen vor Erschütterungen geschützt werden mussten. Um dies zu gewährleisten, wurde das Straßenpflaster mit einem dämpfenden Fliesteppich abgedeckt.
Ist der Umzug wie geplant am Sonntagnachmittag abgeschlossen, soll das alte Gebäude langsam außer Betrieb gehen. Ab dem 21. Juli sollen dann wieder Patienten nach Plan aufgenommen werden. Das neue Klinikum Offenbach kann pro Jahr 70.000 Menschen eine Maximalbetreuung bieten.