Samstag, 11. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Studie

26.08.2009 | 17:46 Uhr

7 Mythen über den Schlaf

1. Damit der Körper am Besten arbeitet, braucht man 8 Stunden Schlaf

Falsch! Es gibt keine magische Zahl. Jeder Mensch braucht unterschiedlich viel Schlaf. Ob man seinem Organismus genug Schlaf verabreicht, weiß man, wenn man in einer langweiligen Situation am Nachmittag nicht das gefühl hat jeden Moment einzuschlummern.

2. Sofern es möglich ist, ist viel Schlaf immer gesünder

Einige Studien beweisen, dass Menschen, die mehr als 8 Stunden pro Nacht schliefen, früher starben als Jene, die 6 bis 8 Stunden schliefen. Langschläfer können an Problemen, wie dem Schlafapnoesyndrom, Depressionen oder unkontrollierbarer Diabetes leiden, was sie dazu veranlasst mehr Zeit im Bett zu verbringen.

3. Einige Menschen funktionieren am Besten nach genau 4 Stunden Schlaf

Das stimmt nicht! Man ist sich nur nicht bewusst wie müde man eigentlich ist. Zu wenig Schlaf ist schlecht für die Gesundheit. Es macht einen unfähig (es beeinträchtigt die Leistung, Urteilsfähigkeit und die Konzentration), schwächt das Immunsystem und kann Übergewicht hervorrufen. Hinzukommend steigt auch das Riskio an an Herzporblemen zu erkranken.

4. Während der Nacht aufzuwachen, deutet daraufhin, dass man den ganzen Tag müde sein wird

Dies entspricht aber nicht dem natürlichen Kreislauf. Viele Tiere schlafen so und auch unsere Vorfahren sind nachts aufgewacht, um zu reden oder Sex zu haben. Studien beweisen: Man kommt zur völligen Erholung selbst wenn man drei bis vier Stunden schläft, dann für eins bis zwei Stündchen wach ist und dann wieder drei bis vier Stunden schläft

5. Man braucht verschreibungspflichtige Medikamente, wenn man jede Nacht unter Schlaflosigkeit leidet

Schlaffördernde Medikamente sind für kurzzeitige Schlaflosigkeit gedacht, seien es stressige Ereignisse, wie beispielsweise der Verlust der Arbeitsstelle. Bei langzeitigen Schlafproblemen benötigt es einer kognitiven Verhaltenstherapie, bei der man feste Schlafgewohnheiten erlernt. So wie zum Beispiel das Zubettgehen immer um die gleiche Zeit, das Vermeiden von Fernsehen oder Computer spielen vorm Schlafen oder anderen Veränderungen in der Lebensführung. Studien ergaben, dass eine Verhaltenstherapie weitaus effektiver ist, als das Behandeln der Schlaflosigkeit durch Medikamente.

6. Man kann verlorenen Schlaf an Wochenenden nachholen

Diese sogenannte Schlaf-Bulimie, bei der man die Woche hindurch kaum schläft, aber dafür das Wochenende dem Schlafen widmet, führt zu einer Störung des Schlaf-Rhythmuses. Wer bis in den Sonntagnachmittag hinein schläft, verhindert dadurch am Abend um 22 Uhr im Bett zur Ruhe zu kommen. Da unser Körper Beständigkeit liebt, ist es ein Schweres da wieder herauszukommen.

7. Tylenol PM ist besser gegen gelegentliche Schlaflosigkeit als verschreibungspflichtige Medikamente

Nicht unbedingt! Der Wirkstoff von Tylenol PM ist ein Antihistaminikum. Sein Nebeneffekt liegt darin, dass er einen schläfrig macht. Somit ist es nicht empfehlenswert es mitten in der Nacht einzunehmen, da es bis zu acht Stunden oder länger in einem Organismus aktiv bleibt. Zudem ermöglichen verschreibungspflichtige Medikamente einem alle Stadien des Schlafes durchzugehen, wobei das bei dem Antihistaminikum nicht gewährleistet wird.

Hab es mal so ungefähr übersetzt. Leider ist Punkt 7 nicht ganz passend für Deutschland.

via

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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