Führungskräfte
85% unzufrieden mit der FDP

85% unzufrieden mit der FDP
Eigentlich sollten auf der Klausurtagung neue Themen besetzt werden. Doch es hat anders sollen sein, zumal auch keiner sich fragte, ob Guido Westerwelle der richtige Mann für einen Neuanfang ist. Lediglich auf einen Beschluss konnten sie sich einigen. Dieser stellt eine Rechtfertigung für die Steuerentlastungen dar. Zudem gibt es einen Hinweis auf die Schuldenkrise und weitere Fürsprachen für ein vereinfachtes und gerechteres Steuersystem.
Die Grünen hingegen stehen mittlerweile für das, was früher die FDP ausmachte und bekommen so auch immer mehr Wähler von diesen. Selbst Jürgen Dittberner, Potsdamer Politikwissenschaftler, ist der Meinung, dass die Existenz der FDP bedroht ist. So fordert er eine inhaltlich Zubewegung auf die Grünen, die er für moderner hält.
Die FDP setzt aber derzeit lieber Interessenpolitik durch. Fortschrittspolitik scheint hier ein Fremdwort zu sein. Und nun ist die FDP immer mehr auf dem Kurs „Wählerverlust“. Christian Lindner, Generalsekretär, soll nun den Karren aus dem Dreck ziehen. Alle Hoffnungen ruhen auf ihm. Er erarbeitet ein Grundsatzprogramm, das einen “mitfühlenden Liberalismus” propagieren soll. So sind die Leitmotive Solidarität und Fairness. Der Philosoph Peter Sloterdijk berät Lindner.
Bild: flickr.de / Dirk Vorderstraße