Samstag, 04. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Führungskräfte

29.06.2010 | 10:11 Uhr

85% unzufrieden mit der FDP

85% unzufrieden mit der FDP

85% unzufrieden mit der FDP

Die FDP bleibt bei ihren Positionen und verschiebt den Neustart. Die FDP hat jedoch bereits mehr als zwei Drittel ihrer Wähler verloren. Dafür stehen jetzt die Grünen als die besseren Liberalen da. Einen so gewaltigen Absturz musste die Partei noch nie hinnehmen. Eine aktuelle Umfrage unter 500 Führungskräften zeigt das fatale Ergebnis: 85% der Befragten sind mit der FDP unzufrieden.

Eigentlich sollten auf der Klausurtagung neue Themen besetzt werden. Doch es hat anders sollen sein, zumal auch keiner sich fragte, ob Guido Westerwelle der richtige Mann für einen Neuanfang ist. Lediglich auf einen Beschluss konnten sie sich einigen. Dieser stellt eine Rechtfertigung für die Steuerentlastungen dar. Zudem gibt es einen Hinweis auf die Schuldenkrise und weitere Fürsprachen für ein vereinfachtes und gerechteres Steuersystem.

Die Grünen hingegen stehen mittlerweile für das, was früher die FDP ausmachte und bekommen so auch immer mehr Wähler von diesen. Selbst Jürgen Dittberner, Potsdamer Politikwissenschaftler, ist der Meinung, dass die Existenz der FDP bedroht ist. So fordert er eine inhaltlich Zubewegung auf die Grünen, die er für moderner hält.

Die FDP setzt aber derzeit lieber Interessenpolitik durch. Fortschrittspolitik scheint hier ein Fremdwort zu sein. Und nun ist die FDP immer mehr auf dem Kurs „Wählerverlust“. Christian Lindner, Generalsekretär, soll nun den Karren aus dem Dreck ziehen. Alle Hoffnungen ruhen auf ihm. Er erarbeitet ein Grundsatzprogramm, das einen “mitfühlenden Liberalismus” propagieren soll. So sind die Leitmotive Solidarität und Fairness. Der Philosoph Peter Sloterdijk berät Lindner.

Bild: flickr.de / Dirk Vorderstraße

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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