Samstag, 04. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Cambridge

28.07.2010 | 23:00 Uhr

Alzheimerschutz durch Bildung

Alzheimerschutz durch Bildung

Alzheimerschutz durch Bildung

Eine Studie von britischen und finnischen Forschern, die in der Fachzeitschrift „Brain“ erschien, belegt nun, dass jedes zusätzliche Ausbildungsjahr in der Schule und auf der Universität das Risiko, an Alzheimer zu erkranken um 11% senkt. Demnach sollten längere Schulzeiten einen positiven Effekt auf die Gesundheitskosten haben.

Es wird schon länger vermutet, dass gebildetere Menschen ein geringeres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. In der neuen Studie wurden nun 872 Gehirne Verstorbener analysiert. Dabei konnte eine genaue Quantifizierung des Bildungseffektes bei Demenzerkrankungen erfolgen. Die biologischen Veränderungen, denen das menschliche Gehirn unterliegt, wenn eine Demenzerkrankung vorliegt, kommen bei gebildeteren Menschen genauso häufig vor wie bei ungebildeten Menschen. Ebenso oft werden beide Gruppe von einer Demenzerkrankung ereilt. Die Symptome bilden sich jedoch bei der gebildeten Gruppe selten oder erst wesentlich später heraus.

Die Wissenschaftlerin Hanna Keage (Cambridge University): “Die bessere Ausbildung hat zwar keinen Einfluss auf die schädlichen Veränderungen im Gehirn, doch Menschen mit einer höheren Bildung sind offenbar in der Lage, mit diesen Einschränkungen besser umzugehen”. Das Ergebnis: Gehirne, die trainiert sind, können mit veränderten Bedingungen weitaus besser umgehen.

Bild: Flickr / antonpinchuk

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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