Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Bayer AG

14.06.2010 | 11:40 Uhr

Bayers Medikament Nexavar hat die dritte Phasen-Studie nicht bestanden

going down 120x120 Bayers Medikament Nexavar hat die dritte Phasen Studie nicht bestanden  BildEin herber RĂĽckschlag fĂĽr den Bayer-Konzern – das Krebsmittel Nexavar hat die dritte Phasen-Studie nicht bestanden, da es das Leben der Krebspatienten im Vergleich zu Patienten, die eine Chemotherapie erhalten, nicht signifikant verlängern kann. Diese Nachricht kostete die Bayer-Aktie 2,4%. Bayer hatte im letzten Jahr einen Umsatz von 604 Millionen Euro durch das Krebsmittel.

In der Phase-III-Studie wurde Nexavar an Lungenkrebspatienten getestet. Das Ziel des Krebsmittels war eine verlängerte Lebensdauer. Das Medikament wurde in Kombination mit Standard-Chemotherapien verabreicht. Das Ergebnis: Keine signifikant höhere Lebenserwartung.

Besonders herb: Das Krebsmittel Nexavar ist ein Schlüsselpräparat für Bayer, von dem der Konzern nur für die Behandlung von Nieren- und Leberkrebs einen Umsatz von etwa 750 Millionen erwartet. Allerdings ist Neyavar für diese beiden Krebsarten bereits zugelassen. Die Ergebnisse der Lungenkrebsstudie wird Bayer auf einem der kommenden Medizinkongresse im Detail präsentieren.

Grundsätzlich müssen Medikamente vor ihrer Zulassung drei Phasen einer klinischen Prüfung erfolgreich bestehen. Dies hat im Fall Nexavar gegen Lungenkrebs zwar nicht geklappt, Bayer will aber dennoch an seinem Lungenkrebs-Programm festhalten. Nun wird der Einsatz des Krebsmittels für Fälle geprüft, in denen andere Therapien nichts gebracht haben. Lungenkrebs lässt sich prinzipiell sehr schwer behandeln. So wurde Nexavar auch im Februar 2008 nicht den Erwartungen gerecht.

Weltweit diagnostizieren Ärzte bei etwa 1,4 Millionen Menschen Lungenkrebs jährlich. Sie zählt zu den häufigsten Todesursachen bei Krebserkrankungen. Dagegen entwickelte Bayer gemeinsam mit der US-Pharmafirma Onyx das Krebsmittel Nexavar, bislang ohne den erhofften Erfolg.

Bild: flickr / JootJoot

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Teilen Sie Ihre Meinung