Hausarzt
bayrische Hausärzte gegen die AOK Bayern
Gestern habe ich in der Ärztezeitung etwas echt lustiges gelesen. Der Bayrische Hausärzteverband will nurnoch in akuten Fällen AOK Versicherte behandeln, welche sich nicht in den AOK Hausarztvertrag eingeschrieben haben.
Die AOK hat ein bisschen erschrocken reagiert und will dem Herrn Hoppenthal vom Bayerischen Hausärzteverband nochmal ins Gewissen reden, dass er keine eingeschriebenen und nicht eingeschriebenen Unterscheiden kann.
Der Herr Hoppenthaler begründet sein Verhalten damit, dass diese Leute, die nicht in bei dem Programm teilnehmen, mehrere Hausärzte aufsuchen. So ist der Arzt nicht in der Lage die Diagnose und Behandlung zu koordinieren. Daraus nimmt/hat er das Recht diese Patienten nicht zu behandeln.
Ich bin ja auch bei der AOK Bayern versichert und mach darum kein Geheimnis. Ich bin eigentlich nur dort, weil ich als Studi noch Familienversichert bin. Ich war auch mal “Mitglied” dieses Hausarztmodells. Dafür musste ich 10€ im Jahr bezahlen und konnte dann durchgehend zu meinem Hausarzt so oft wie ich will. Dann bin ich erst nach Darmstadt gezogen, jetzt bin ich in Wuppertal und Ende des letzten Jahres hab ich mir dann gedacht, dass sogar 10€ zu viel sind, weil ich fast nie beim Dr. bin. Sozusagen bin ich ein Musterbeispiel für einen Top-Versicherten. Außer, dass ich keine Beiträge bezahle.
Was der Herr Hoppenthaler sagt ist bestimmt einleuchtend. Jedenfalls wenn ich einen Teil der Gruppe, welche nicht an dem Hausarztmodell teilnehmen, betrachte. Ich würde aber nicht alle die nicht teilnehmen über einen Kamm scheren. So bin ich mir sicher, dass es auch andere Gründe gibt warum einer nicht teilnimmt. Wie gesagt – Ich nehme auch nicht teil, weil ich keine Lust hab 10€ zu bezahlen, obwohl ich nie zum Dr. gehe. D.h. ich dürfte nurnoch Notfallbehandlungen bekommen.
[...] Vertrag” angeboten hatten. Das hat ja dann zu einer Weiterführung bis zur “Behandlung nur in Notfällen” [...]
Äh…nö… ein “guter” Versicherter dürftest du nach der Einführung des Gesundheitsfonds kaum noch sein. Gesund? Ist ja blöd, denn dann bekommt deine Kasse für dich ja gar keine Zuschläge aus dem Morbi-RSA
Wo bleibt die Menschlichkeit? Geht es immer ausschließlich ums Geld??!!
Menschlichkeit ist wichtig. Natürlich. Aber die Situation der Ärzte ist auch nicht gerade gut und wie sollten sie sich sonst wehren?
Die AOK Niedersachsen zahlt für jeden Patienten der dem Hausärztemodell beitritt 5 Euro pro Monat an den entsprechenden Hausarzt. Aus direkter Quelle meines Arztes weiß ich das dieser mit Druck alle AOK Versicherten dazu bringen möchte das Ding zu unterschreiben. Macht bei 2 – 3 tausend Patienten ja auch richtig Geld aus. Um dieses zu erreichen wird 1. nicht über das Modell ausreichend informiert, zum 2. dürfen AOK Mitglieder ohne HzV nur noch in stark eingeschränkten Sprechstundenzeiten vorstellig werden, während diese mit HzV zwischen 15:00 Uhr – 18:00 Uhr kommen dürfen, so sind ohne HzV nur die Zeiten 17:00 – 18:00 Uhr vorgesehen.
Ein tatsächlicher Nutzen für den Beitragszahler lässt sich indess nicht erkennen, eine Ersparnis für die AOK ist eher fraglich. Eine Mehrbelastung der Beitragszahler sehr wahrscheinlich. Sollten 27 Mio. AOK Mitglieder das Ding unterschreiben so verursacht das hausarztmodell Zusatskosten von 1,62 Milliarden Euro pro Jahr. Wo soll das denn eingespart werden. Einfach lächerlich.
Zudem werden diese Vertraäge wider jedem VVG und entgegen aller Richtlinien einer BaFin in der Regel von den Arzthelferinnen aufgequatscht im Auftrage der Ärzte. Meist ohne tatsächlich zu wissen was Sie dort gerade vertreiben (Vertrieb) noch eine Wahl zu haben da sonst bei vielen der Arbeitsplatz aus persönlichen Gründen der Ärzte (Profitgier) gefährdet sein könnte.
So klar und deutlich ist es mir bereits aus eineigen Arztpraxen zugetragen worden. Die AOK Niedersachsen hält sich dazu sehr bedeckt.
Hinzufügen möchte ich das die Ärzte selbst im “Krisenjahr 2009″ eine durchschnittliche Honorarerhöhung von 4,8 % hatten. Das ist zwar wenig im Vergleich der Vorjahre aber wer hat sonst solche Zuwachsraten?
Zudem ist die Situation der Landärzte lange nicht so schlecht wie gejammert wird. Ganz im Gegenteil.