Von der Prämienaussüttung wirde ich mich nicht blenden lassen. Diese Prämienaussüttung erfolgt für das Geschäftsjahr 2009. Und was ist nun in 2010 oder 2011? Werden diese Krankenkassen dann nicht villeicht einen Zusatzbeitrag bis maximal 1 % des Einkommens fordern?
es steht doch auf der Hand, dass viele Versicherte ausgerechnet sich für einer dieser Krankenkassen entscheiden werden. Es werden vor allem solche Versicherte sein, die die 8,00 EUR schon jetzt nicht zahlen wollen, weil ihr Einkommen zu gering ist. Damit haben diese Krankenkassen zwar mehr Versicherte, aber nur geringfügig mehr Einnahmen. Die gesetzlichen und satzungsmäßigen Leistungen bekommen aber alle Versicherte dieser Krankenkassen. So würde es also Prozentual für jeden Versicherten gleiche Leistungen bei weniger Einnahmen geben. Die Folge ist entweder die Pleite der Krankenkasse oder ein Zusatzbeitrag, der Höher als die 8,00 EUR sein wird. Daran wird der Morbi-RSA nichts ändern. Insbesondere nutzen Rentner und Arbeitslose nach bisherigen Bilanzberechnungen des statistischen Bundesamtes viel mehr Leistungen, als Arbeitnehmer. Die Auswertungen des statistischen Bundesamtes sind nur ein kleiner Teil des Morbi-RSA.
Würde also unser Gesundheitssystem sozial sein, könnte jede Krankenkasse auf einen Zusatzbeitrag und eine Prämienaussüttung verzichten.
Ein Widerspruch hat eigentlich keinen Erfolg! Der Erfolg kann nur gegeben sein, wenn man bis zum Budesverfassungsgericht durchklagen möchte. Die Entscheidung des Bundessozialgerichtes ist nicht ausreichend. Denn einseitig erhobende Zusatzbeiträge oder Kopfpauschalen sind gegenüber unseren Grundgesetz zweifelhaft zu begegnen. Der Gedanke einees Im Grundgesetz verfassten Sozialstaates wird durch einseitige Belastung des Versicherten in Frage gestellt. Im Übrigen betrifft das bereits den Sonderbeitrag in Höhe von 0,9 %, den der Versicherte mehr als ein Arbeitgeber oder des Rentenversicherungsträger zahlen muss.
Also wenn die Krankenkasse gewechselt werden will, dann bitte genau aufpassen, welche Leistungen, welcher Service und welche Betragshöhe gewünscht wird. Es ist genau so, wie vor der Gesundheitsreform, als Krankenkassen ihre Beiträge selbst bestimmt haben.
Viel Erfolg bei der Kassenwahl - egal ob die Entscheidung für eine neue oder die alte Krankenkasse erfolgt! Es ist nun mal nicht leicht.
vor 1 Monat veröffentlicht
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