Donnerstag, 17. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Forum » Hilfe bei Krankenversicherung bzw. Krankenkassen

  1. fiebbra
    Inactive

    Meines Erachtens als gesetzlich Versicherter sollte man bevor man eine Beitragserhöhung durch den Gesundheitsfond einführt im System erst einmal richtig sparen.

    Brauchen wir als gesetzlich Versicherte:
    - ca. 300 verschiedene Krankenkassen mit Ihren Vorständen, Administration, Verwaltung reichen hier nicht 20 oder 30, wenn Sie sich zukünftig für die Beitragszahler nicht mehr unterscheiden, guten Service nimmt jede für sich in Anspruch.

    - In Städten an jeder Ecke eine Apotheke

    - Kassenärztliche Vereinigungen auf den Prüfstand stellen, welche Aufgaben sollen diese noch erfüllen, oder benötigen wir diese überhaupt noch.

    - und noch eine Frage ist zustellen warum sind Arzneimittel in vielen vergleichbaren Länder günstiger als bei uns.

    Mir erschließt sich immer noch nicht warum wir was einführen wollen was teuerer wird für jeden Beitragszahler aber nicht besser und keiner kann so recht erklären warum.

    Jede Erhöhung der Lohnnebenkosten:
    - macht unsere Arbeitsplätze teuerer
    - entzieht Kaufkraft und entzieht mittel für die private Altersvorsorge
    - sorgt für weniger Investitionen in den Betrieben

    Was wird kommen:
    - Erhöht die Bürokratie bei den Kassen
    - Kein Wettbewerb um die niedrigsten Beiträge mehr
    - Belohnt Kranksein, verringert die Vorsorge

    Was brauchen wir:
    - eine Krankenversicherung die die Kranken und Beitragszahler in den Mittelpunkt stellt und nicht Kassen, Ärzte, Pharma-Unternehmen, Apotheken………..

    Meine Meinung:
    Bitte den Gesundheitsfond verschieben nach der nächsten Bundestagswahl und die Bürger bei der nächsten Wahl über die verschieden Konzepten entscheiden lassen und vor allem nochmal nachdenken.

    Posted 3 years ago #
  2. anonymous
    Inactive

    Die Regelleistungen der GKV sind gesetzlich reglementiert. D.h. wir brauchen auch keine 20 - 30 Kassen.
    1 gesetzliche Kasse - fertig.
    Die Leistungen sind alle durch das SGB V vorgegeben.
    Und Krankenkassen handeln keine Verträge mit Fitness-Studios aus (totaler Quatsch) - es wird von der Kasse überprüft ob der §20 SGB V für ein entsprechendes Studio in Betracht kommt oder nicht - im übrigen auch bei allen Kursen (Nordic-walking usw.)
    Die Kassen werden sich aber in Zukunft eher auf ihr Bonusprogramm (was bei einigen Kassen wirklich umfangreich ist) beschränken und mehr Prävention gibt es nicht.

    Gruß
    Carsten
    (Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen)

    Posted 2 years ago #
  3. anonymous
    Inactive

    Hallo Carsten (Fachwirt...).

    Ich als Mitarbeiter einer größeren KK erlebe den Wettbewerb durchaus sehr stark gerade im Servicebereich. Hätten wir nur eine Großkasse, verfielen wir sicherlich wieder ein Stück in das Behördentum. Warum sollte ich mich intensiver um meinen Kunden kümmern? Er könnte doch eh nicht weg. Ob man 190 Kassen braucht wage ich zu bezweifeln. Nur ein Träger bringt uns aber sicherlich auch nicht weiter.

    Posted 2 years ago #
  4. anonymous
    Inactive

    Man darf sich ja auch mal fragen was mit den 135.000 Beschäftigten (Stand 2007) der GKV passieren soll, wenn es zu einer Einheitskasse kommt ? Da wird sicherlich rationalisiert. Das eine oder andere Unternehmen wird wohl auch in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten kommen, wenn Krankenkassen mit denen sie zusammengearbeitet haben nicht mehr existieren.

    Aber eine Regierung die Opel so erfolgreich gerettet hat wird auch mit diesem Problem fertig. :-)

    Posted 2 years ago #

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