Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Werbung und Marketing

22.06.2009 | 10:24 Uhr

Betrug bei HPV Impfung

Der gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat wohl zweifel gegen die Empfehlungen der ständigen Impfkommision. Die Impfkommision schlägt die Impfungen vor, welche dann von den Krankenkassen bezahlt werden.

Ungereimtheiten sollen bei der Bewertung der HPV-Impfung bestehen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (via via).

Die Empfehlung, alle Mädchen gegen Papillomviren zu impfen, fußt offenbar auf schlampiger Expertise[...]
Quellen seien nicht nachprüfbar, auch würden zweifelhafte Schlussfolgerungen gezogen, sagte Ulrike Faber, Pharmazeutin und Patientenvertreterin im G-BA. Auch ziehe die Stiko nur jene Fakten heran, die ihr in den Kram passten.
[...]
Für die Bewertung des zweiten HPV-Impfstoffs werden gar Daten aus Kurzfassungen von Studien übernommen, offenbar ohne Einblick in die ganzen Studien genommen zu haben.
[...]
Widersprüche in ihrer Argumentation scheine die Stiko dabei nicht zu bemerken. So würde, folgte man der Stiko, “die Impfung fast doppelt so viele Fälle von Krebsvorstufen verhindern wie möglicherweise überhaupt vorkommen”.

Einen guten Artikel zur Kritik findet sich auch noch “Trauerspiel um Vertrauen in die HPV-Impfung” hier. Ist es Marketing oder Wissenschaft?

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Teilen Sie Ihre Meinung