Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Werbung und Marketing

30.05.2009 | 18:18 Uhr

Bewegung gegen die Monotonie von Krankenkassen Newslettern

Es ist mittlerweile schon schwer zu zählen, wie viele Newsletter ich abonniert habe. Ich habe einen großteil der aktuellen Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen (196) abonniert. Hinzu kommen die von den privaten Versicherern.

Das schlimme ist, das sich alle wie ein Ei dem anderen gleichen. Ich lese immer von Gesundheitstipps hier und Gesundheitstipps da. Wie wäre es mal mit etwas interessantem? Etwas wovon ich sage: “Ok, es hat sich gelohnt diesen Newsletter zu abonnieren und ich sende den mal weiter an einen Freund.”. 

Nehmen wir mal einen standard Newsletter. Es sind im Durchschnitt 5-7 Gesundheitstipps vorhanden. Ohne jetzt zu hart zu klingen, aber wenn ich mir diese 5 Tipps durchlesen und beachten würde, dann könnte ich keinen Tag meines Lebens mehr genießen. Oder nehmen wir – noch schlimmer – die Gesundheitswarnungen. Wenn ich diese durchlese würde, dann wäre ich danach psychisch zerstört. 

Wie wäre es denn, wenn sich mein Newsletter von denen der 196 anderen gesetzlichen Krankenkassen unterscheidet? Wenn ich auch versuche, mich durch meinen Newsletter zu positionieren?

Zwar kann ein “Marketing-Mensch” (man beachte die Anführungszeichen) jetzt sagen, dass er versucht sich mit dem (Gesundheits)Newsletter als Partner in Gesundheitsfragen in dem Kopf des Versicherten zu positionieren, aber das ist nicht möglich, wenn der Abonnent den Newsletter nicht liest. Gegenstimmen?

Wie wäres es also, wenn ich mit dem Newsletter versuche einen richtigen Mehrwert für den Versicherten/Leser darzustellen.

Vorteile eines guten Krankenkassen-Newsletters:

  1. er wird gelesen (sehr wichtig)
  2. ich fühle mich danach nicht depressiv
  3. ich empfehle ihn meinen Freunden und Bekannten weiter

Gerade durch Punkt 3 erfolgt auch eine Verbreitung der Inhalte. Das Unternehmen kann dadurch an neue Kunden kommen. 

Diese Newsletter sind leider nicht so einfach zu erstellen, wie ein schnelles Zusammenkopieren von Bild, FAZ, Spiegel (man glaubt es kaum, aber in vielen Fällen ist das so) usw., aber der Effekt ist dementsprechend höher.

Was würde ich mir in einem Newsletter wünschen?

Es gibt keine 100%igen Ansätze, da sich die Versichertenstruktur bzw. Leserstruktur unterscheiden. Warum auch nicht eine Umfrage im Newsletter starten, welche Inhalte gewünscht sind?

Ich persönlich würde mir eine Mischung aus Neuigkeiten von dem Gesundheitsmarkt (Gesetze, Urteile), Unternehmensgeschehen (was passiert in der Krankenkasse?), innovative Entwicklungen in der Behandlungstechnik (was passiert in anderen Ländern) wünschen. Vielleicht auch ein Gesundheitstipp, aber einer reicht vollkommen aus.

Und bitte keine Warnungen von Schweinegrippe! Also bitte. Für sowas ist die Bildzeitung zuständig, aber keine seriöse Krankenkasse oder?

Ich hoffe meine Anregungen werden von der einen oder anderen Krankenkasse beachtet.

Und falls eine Krankenkasse auf diesem Bereich keine Kompetenz hat, dann hat sie zwei Möglichkeiten:

    1. Es an eine professionelle Agentur abzugegen oder
    2. den Newsletter einzustellen

    Denn eine dritte Möglichkeit á la “Schlecht ist besser wie gar nicht”, verschwendet nur wertvolle Ressourcen. Zudem wird er nicht gelesen bzw. erzeugt nur ein schlechtes Bild bei dem Leser.

    Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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