Gesundheitsreform
BKK Axel Springer – drastische Beitragserhöhung
Habt ihr euch schonmal gefragt, wie es sich anfühlt wenn die Beitragssätze zum 1. Januar 2009 steigen? Es wird ja eine Explosion der Beiträge stattfinden. Ich meine damit, dass eurer jetziger Beitragssatz von 14 Prozent (Durchschnittsbeitragssatz) auf ca. 15,5 – 16 Prozent explodiert. Das wird sich ja auch Geldbeutel bermerkbar machen – mich graut es ja jetzt schon.
Aso. Warum ich euch das sage? Weil ihr jetzt alle Mitglieder der BKK Axel Springer fragen könnt. Denn deren Beiträge steigen von 14,2 Prozent auf 15,6 Prozent! Wow.
Das ist die höchste Beitragserhöhung, die mir spontan in der näheren Vergangenheit einfällt.
Der ermäßigte Beitragssatz liegt ab jetzt bei 14,6 Prozent. Also über dem letzten Allgemeinen Beitragssatz!
Und der erhöhte streckt schon die Fühler in Richtung des Beitragssatzes der Rentenversicherung (19,9 Prozent) mit den neuen Beitragssatz von 17,3 Prozent.
Die BKK Axel Springer hat auch versucht die Erhöhung zu erklären:
Ab dem 1. Januar 2009 wird der Gesundheitsfonds für alle Krankenkassen mit einem gesetzlich festgelegten Beitragssatz von voraussichtlich 16 % eingeführt.
Hierfür wurde den Krankenkassen gesetzlich auferlegt, bis zum Stichtag schuldenfrei zu sein. Aktuell können wir das vorgeschriebene Ziel aufgrund gestiegener Kosten nur durch eine Anpassung des Krankenversicherungsbeitrages erreichen. Für Sie bedeutet dies eine kurzzeitige Beitragssatzerhöhung ab dem 1. September für 4 Monate um 0,7%. viaÂ
[...] beachtet den erhöhten Beitragssatz – ich dachte unter dem Beitrag der “Beitragssatzerhöhung BKK Axel Springer“, dass dieser mit 17,3 Prozent schon hoch ist. Aber es gibt immer wieder neue [...]
zu 1: Ist halt schwierig, in den wenigen Monaten noch genug Geld einzunehmen, um Ausgabensteigerungen auszugleichen – vor allem bei einer relativ kleinen Kasse. Daher der kräftige Schluck aus der Beitragspulle :martini: .
zu 2: Na ja, werden die üblichen Verdächtigen sein: Arzneimittel, Krankenhäuser und der ganze Rest :arg: . Aber es stimmt schon, als Betroffener wüsste ich auch gerne was genau den Ausgabenanstieg verursacht hat.
Zitat RevengeofPKV ↑:
:hello: Revenge
ich muss ja in dem Fall sagen, dass wir hier nicht, wie bei der BKK Karl Meyer, von einer Krankenkasse sprechen, die schon einen sehr niedrigen (bzw. niedristen) Beitragssatz hatte. vgl. http://www.kvportal.de/gesetzl.....karl-mayer
Sondern die BKK Axel Springer lag ja schon über dem durchschnittlichen gesetzlichen Krankenversicherungsbeitrag.
Wenn ich als Mitglied dann noch so eine flappsige Erklärung vorgelegt bekomme:
Die klingt als wäre alles ok und ab 1. Januar geht es mit dem Beitrag wieder abwärts – dann spricht das für mich nicht gerade für eine Krankenkasse der ich vertrauen kann oder?
Wo sind die Fakten? Was ist wirklich daran Schuld? Welche Kosten? Kosten fürs Management?
Und vertrauen zählt für mich persönlich mehr als der Beitrag – das Vertrauen wäre hier in dem Fall für mich weg.
:fly3: dieser Smilie drückt die Konsequenz die ich ziehen würde am besten aus.