Donnerstag, 23. Mai 2013 | Gesundheitswesen Magazin

Gesundheitsreform

22.09.2008 | 13:02 Uhr

BKK Axel Springer – drastische Beitragserhöhung


Habt ihr euch schonmal gefragt, wie es sich anfühlt wenn die Beitragssätze zum 1. Januar 2009 steigen? Es wird ja eine Explosion der Beiträge stattfinden. Ich meine damit, dass eurer jetziger Beitragssatz von 14 Prozent (Durchschnittsbeitragssatz) auf ca. 15,5 – 16 Prozent explodiert. Das wird sich ja auch Geldbeutel bermerkbar machen – mich graut es ja jetzt schon.

Beitragssatz der BKK Axel Springer steigt zum 1. September

Aso. Warum ich euch das sage? Weil ihr jetzt alle Mitglieder der BKK Axel Springer fragen könnt. Denn deren Beiträge steigen von 14,2 Prozent auf 15,6 Prozent! Wow.

Das ist die höchste Beitragserhöhung, die mir spontan in der näheren Vergangenheit einfällt.

Der ermäßigte Beitragssatz liegt ab jetzt bei 14,6 Prozent. Also über dem letzten Allgemeinen Beitragssatz!

Und der erhöhte streckt schon die Fühler in Richtung des Beitragssatzes der Rentenversicherung (19,9 Prozent) mit den neuen Beitragssatz von 17,3 Prozent.

Die BKK Axel Springer hat auch versucht die Erhöhung zu erklären:

Ab dem 1. Januar 2009 wird der Gesundheitsfonds für alle Krankenkassen mit einem gesetzlich festgelegten Beitragssatz von voraussichtlich 16 % eingeführt.
Hierfür wurde den Krankenkassen gesetzlich auferlegt, bis zum Stichtag schuldenfrei zu sein. Aktuell können wir das vorgeschriebene Ziel aufgrund gestiegener Kosten nur durch eine Anpassung des Krankenversicherungsbeitrages erreichen. Für Sie bedeutet dies eine kurzzeitige Beitragssatzerhöhung ab dem 1. September für 4 Monate um 0,7%. via 

Neuer Beitragssatz der BKK Axel Springer – Frage(n) die ich mir stelle und zu denen ihr mitdiskutieren könnt :dance10:

  1. Für mich ist die Rechtfertigung mehr als schwammig – Wenn es wie in der Beschreibung nur für 4 Monate eine Beitragserhöhung ist, kommt dann auch wieder eine Beitragssenkung? Weiß die Krankenkasse schon mehr wie wir?
  2. Welche Kosten sind gestiegen? Hier würde ich mir eine genauere Beschreibung wünschen. Bei einer Beitragserhöhung von 0,2 Prozent fände ich eine Rechtfertigung über die Kosten O.K.. Aber das sind ja 1,4 Prozent (beim allgemeinen Beitragssatz) Welche Kosten sind derartig explodiert? 
Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

3 Kommentare zu “BKK Axel Springer – drastische Beitragserhöhung”
  1. RevengeofPKV sagt:

    zu 1: Ist halt schwierig, in den wenigen Monaten noch genug Geld einzunehmen, um Ausgabensteigerungen auszugleichen – vor allem bei einer relativ kleinen Kasse. Daher der kräftige Schluck aus der Beitragspulle :martini: .

    zu 2: Na ja, werden die üblichen Verdächtigen sein: Arzneimittel, Krankenhäuser und der ganze Rest :arg: . Aber es stimmt schon, als Betroffener wüsste ich auch gerne was genau den Ausgabenanstieg verursacht hat.

  2. steffen sagt:

    Zitat RevengeofPKV ↑:

    zu 1: Ist halt schwierig, in den wenigen Monaten noch genug Geld einzunehmen, um Ausgabensteigerungen auszugleichen

    :hello: Revenge

    ich muss ja in dem Fall sagen, dass wir hier nicht, wie bei der BKK Karl Meyer, von einer Krankenkasse sprechen, die schon einen sehr niedrigen (bzw. niedristen) Beitragssatz hatte. vgl. http://www.kvportal.de/gesetzl.....karl-mayer

    Sondern die BKK Axel Springer lag ja schon über dem durchschnittlichen gesetzlichen Krankenversicherungsbeitrag.

    Wenn ich als Mitglied dann noch so eine flappsige Erklärung vorgelegt bekomme:

    Ab dem 1. Januar 2009 wird der Gesundheitsfonds für alle Krankenkassen mit einem gesetzlich festgelegten Beitragssatz von voraussichtlich 16 % eingeführt.
    Hierfür wurde den Krankenkassen gesetzlich auferlegt, bis zum Stichtag schuldenfrei zu sein. Aktuell können wir das vorgeschriebene Ziel aufgrund gestiegener Kosten nur durch eine Anpassung des Krankenversicherungsbeitrages erreichen. Für Sie bedeutet dies eine kurzzeitige Beitragssatzerhöhung ab dem 1. September für 4 Monate um 0,7%. via

    Die klingt als wäre alles ok und ab 1. Januar geht es mit dem Beitrag wieder abwärts – dann spricht das für mich nicht gerade für eine Krankenkasse der ich vertrauen kann oder?

    aufgrund gestiegener Kosten

    Wo sind die Fakten? Was ist wirklich daran Schuld? Welche Kosten? Kosten fürs Management?

    :idea: Warum nicht durch Kostensenkungsmaßnahmen? Die Kosten sind mit dem hohen Beitragssatz in der Vergangenheit ja schon nicht klein gewesen – also besteht ja hohes Kostensenkungspotential

    Und vertrauen zählt für mich persönlich mehr als der Beitrag – das Vertrauen wäre hier in dem Fall für mich weg.

    :fly3: dieser Smilie drückt die Konsequenz die ich ziehen würde am besten aus.

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