Pflege
Brandenburg: AGnES-Schwestern nicht zur Pflege schwerkranker Krebspatienten geeignet

Anja Kistler
Gegen die Pläne den „Gemeindeschwestern“ Aufgaben in der Versorgung und Pflege schwerstkranker Krebspatienten zu übertragen stellt sich der “Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK)” Nordost e.V.. Anja Kistler, Geschäftsführerin im DBfK Nordost e.V. äußert sich dazu wie folgt: „Im Land Brandenburg kommen Ambulante Pflegedienste täglich in die Häuslichkeit und leisten auch gute Arbeit bei der Pflege von Krebspatienten. Doppelstrukturen zu schaffen macht hier keinen Sinn. Um perspektivisch dem Versorgungsbedarf auch qualitativ hochwertig zu begegnen ist eine gute regionale Kooperation und Vernetzung von Hausärzten, Hausarztpraxen und Pflegediensten wichtig.“
Künftig sollen die „Gemeindeschwestern“ mehr Aufgaben übernehmen wie nach einem Treffen im brandenburgischen Gesundheitsministerium am 7. April 2010 in Potsdam bekannt wurde. Verständigt haben sich darauf Ärzte- und Kassenvertreter mit der Politik, Ziel ist es die Rentabilität der Einsätze von AGnES-Schwestern zu erhöhen. Inhaltlich ist noch nichts Konkretes festgelegt worden. Aufgaben in der Versorgung und Pflege von schwerstkranken Krebspatienten zu übertragen, sei aber angedacht.
In der Regel sind die sogenannten „Gemeindeschwestern“ Arzthelferinnen, die im Auftrag des Arztes Hausbesuche mit konkreten Aufträgen, beispielsweise eine Blutdruckmessung, durchführen. Die Praxismittarbeiterinnen sind in der Vorbereitung auf diese erweiterten Aufgaben gesondert qualifiziert worden. Die Unterstützung der Hausärzte ist das Ziel, genauso wie eine gute ärztliche Versorgung in dünn besiedelten Landstrichen sicher zu stellen.