Medikamente
Chemiekonzern Bayer leidet unter einer Klagewelle
Wie risikoreich die Entwicklung und Vermarktung neuer Medikamente ist, wird in diesen Tagen, dem Chemiekonzern Bayer, mal wieder deutlich bewusst.
Mit dem Blutfettsenker Lipobay und der Behauptung, angeblicher tödlicher Nebenwirkungen, nahm die Klagewelle ihren Anfang. Mit der Entwicklung der Verhüttungspille „Yasmin“, gab es eine dramatische Steigerung der Schadenanzeigen. Aber noch immer nicht genug, setzten auch beim Herzmedikament Trasylol eine Flut der Schadenersatzklagen ein.
Lagen in den Vorjahren die Ausgaben für Rechtstreitigkeiten noch bei 64 Mio. Euro, so erreichten sie jetzt, mit einer Summe von insgesamt 225 Mio. Euro, ihren dramatischen Höhepunkt.
Auch wenn Bayer überzeugt ist, gute Argumente zur Verteidigung zu haben, reagierte die Börse verschnupft, wodurch die Bayer-Papiere bis zu 4,4 Prozent beim Dax verloren.
Bild: flickr / RESchroeder
Es ist eignetlich unglaublich. Wie sollen in dem Sektor bloß neue Unternehmen entstehen. Nur große Unternehmen können sich diesem Prozess aussetzen, da sie genug Geld als reserve im Hintergrund haben.