Dienstag, 07. September 2010

Bundesamt für Verbraucherschutz

29.07.2010 | 11:22 Uhr

Das Bundesamt für Verbraucherschutz weist Johannisbeeren-Warnung zurück

Das Bundesamt für Verbraucherschutz weist Greenpeace - Johannisbeeren-Warnung zurück

Das Bundesamt für Verbraucherschutz weist Greenpeace - Johannisbeeren-Warnung zurück

Nachdem Greenpeace vor der starken Pestizidbelastung in deutschen Johannisbeeren gewarnt hatte, wies das Bundesamt für Verbraucherschutz diese Warnung nun als unbegründet zurück. Greenpeace betont jedoch das Festhalten an den Testergebnissen.
Greenpeace hatte bei einem Test mehrere Pestizide, darunter auch die für den Johannisbeeranbau nicht zugelassenen Pestizide Dodin und Difenoconazol nachweisen können und vor den gesundheitlichen Folgen gewarnt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz erklärte jedoch am Mittwoch, dass keine gesundheitlichen Gefahren beim Verzehr der Johannisbeeren zu erwarten seien. In der Begründung heißt es, dass Greenpeace in den 13 Proben keine Pestizide gefunden hätte, die die gesetzlichen Höchstgrenzen überschritten.

Die in den Johannisbeeren gefundenen illegalen Pestizide Dodin und Difenoconazol bezeichnete das Bundesamt als fraglich, da diese sehr wohl für den Obstbau, wenn auch nicht für Johannisbeeren zugelassen seien. Zudem seien die Konzentrationen sehr gering. Die Vermutung, dass die Pestizide einfach aus einer benachbarten Obstkultur an die Johannisbeeren gelangt seien, sei nicht auszuschließen.
Greenpeace hingegen hält an seiner Bewertung fest, zumal das Bundesamt den Fund der zwei illegalen Pestizide bestätigt habe. Zudem betonte Greenpeace, dass die Pestizide zwar nicht die gesetzlichen Höchstgrenzen überschritten, aber dennoch eine sehr hohe Pestizidbelastung vorliege. Daher seien 5 Proben als nicht empfehlenswert deklariert worden.

Bild: flickr / mccun934

Steffen Braun

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