Techniker Krankenkasse
Daten und Fakten – Die Deutschen und die Organspende
Wir Deutschen sind ja in vielen Sachen die Besten und GröĂten- Zum Beispiel im Gesetze machen
In was wir garnicht top sind, ist im Organspenden.
Es ist schon echt erschĂŒtternd zu lesen, dass jeden Tag 3 Patienten auf der Organspendeliste sterben. Nur weil keine Organe vorhanden sind.
In was wir Deutschen noch top sind ist im Import – Nein nicht im Export wie man bis jetzt immer gedacht hat!
Nein der Import das ist das was wir richtig können. Und zwar: Organe importieren!
Wie wir halt so sind, sagen 86 Prozent der Menschen, dass sie ein Organ annehmen. Aber nur 7 Prozent haben einen Spendeausweis.
Und ein drittel denkt, dass der gegenĂŒber nur ein Organ erhalten soll, wenn er auch selber Organspender ist.
Wie der Prof. Klusen so schön sagt: “Die Wahrscheinlichkeit ein Spendeorgan zu bekommen ist deutlich höher, denn als Spender in Frage zu kommen”
Mit nachdenklichen GrĂŒĂen
Steffen
Wer selber nicht bereits ist, Organe zu spenden, sollte meiner Ansicht nach auch keine bekommen. Ich trage seit Jahren einen Organspendeausweis mit mir herum und mich kotzt diese Nehmer-MentalitĂ€t nicht nur in unserer Gesellschaft total an. Niemand möchte an den Fall der FĂ€lle denken aber wenn es dann soweit ist, nehmen sie natĂŒrlich, was sie kriegen können. Ich finde so etwas furchtbar.
NatĂŒrlich wĂ€re es sinnvoll, die rechtliche Seite einfach zu Ă€ndern: Jeder ist per se Organspender und wer es nicht sein will, muss es explizit erklĂ€ren, dass er nicht als Organspender zur VerfĂŒgung steht(gegenĂŒber der Meldebehörde, die es dann in Personalausweis und Pass eintrĂ€gt). Diese Lösung scheint aber nicht in Sicht, weil alle möglichen InteressensverbĂ€nde hier mitmauscheln und insbesondere auf die C-Parteien ihren Einfluss nehmen.
Das Problem scheint fĂŒr diese Leute zu sein, dass man ja im Rahmen einer Wiederauferstehung seine Leber noch brauchen könnte. Gut fĂ€nde ich es allerdings, bei dieser Gelegenheit darauf hinzuweisen, wie man denn an einen Organspendeausweis kommt (davon mal abgesehen, dass eine formlose ErklĂ€rung ausreicht): http://www.organspende.de/
Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenige Menschen auch im Gesundheitswesen erklĂ€rtermaĂen Organspender sind und habe deshalb immer einige Formulare im Schreibtisch/in der Aktentasche.
Eine Organspende war freiwillig, ist freiwillig, und muss auch freiwillig bleiben.
Einfach jeden pauschal zum potentiellen Organspender zu erklĂ€ren – auĂer er hat dem ausdrĂŒcklich widersprochen – halte ich fĂŒr keine gute Idee, da das Notfall gar nicht schnell genug sicher ĂŒberprĂŒft werden kann. Weiterhin bin ich schon jetzt gespannt auf die Anschuldigungen von Angehörigen und die darauf folgenden Gerichtsprozesse, wenn behauptet/vermutet wird, daĂ das Unfallopfer durchaus hĂ€tte gerettet werden können, es aber nicht wurde, weil dringend frische Organe benötigt worden sind …