Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Medikamente

13.04.2010 | 22:27 Uhr

DGKH: Hygiene-Alarm im Krankenhaus

Verschmutzung im Krankenhaus

Verschmutzung im Krankenhaus

Angesichts unverändert hoher Zahlen im Bereich der Vermeidbaren Infektionen und Todesfälle in deutschen Kliniken hat die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) Alarm geschlagen. Eine Verbesserung der Hygienestrukturen in Krankenhäusern sowie entsprechende gesetzliche Regelungen auf Bundesebenen forderte die DGKH letzten Mittwoch.

Innerhalb deutscher Krankenhäuser kommt es unverändert zu etwa 50.000 vermeidbaren Infektionen und 20.000 Todesfällen jährlich. Nosokomiale Infektionen, Infektionen die im Krankenhaus erworben werden, sind deren Ursache. Der Verlauf reicht von folgenlos bis zu Amputationen oder Tod durch Pneumonie oder Sepsis. Hohe Kosten werden durch die erhöhten Betreuungs-, Material- und Medikamentenaufwände produziert. Diese stehen nicht im Vergleich zu dem erheblichen Leid, dass Betroffenen oder Angehörigen durch solche Infektionen zugefügt werde. Zudem werde durch diese Patienten ein kostendeckendes oder gewinnbringendes Arbeiten gefährdet und Bettenkapazitäten blockiert.

Darum forder die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene eine deutliche Verbesserung der Hygienestrukturen in deutschen Kliniken. Beschäftigt werden müsse in jedem Haus ab 400 Betten ein hauptamtlicher Krankenhaushygieniker in Form eines Facharztes für Hygiene und in jedem Akutkrankenhaus pro 180 Betten oder 5.000 stationären Aufnahmen eine hauptamtliche Hygienefachkraft. Krankenhäuser müssten zusätzlich dazu verpflichtet werden, jährliche Daten über Sepsis-, MRSA- und ausgesuchte Wundinfektionen offen darzulegen.

Bild: flickr / RESchroeder

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

1 Kommentar zu “DGKH: Hygiene-Alarm im Krankenhaus”
  1. lutz sagt:

    Ich arbeite als Krankenschwester in einen Pflegeheim seit über 15 Jahre.Anfang wurde noch nach die Hygienevorschriften gearbeitet, diese Zeiten sind längst vorbei. Auf unsere Station haben z.Zt 6 Bew. mit MRSA,die offiziel MRSA haben, davon sind schon einige verstorben, bei manchen von der verstorbenen wurde nicht MRSA diagnostiziert, weil sie gar nicht untersucht wurden.Bei uns wurden Bew. ,die MRSA haben nicht isoliert, das Pflegepersonal schutz sich aufgrund von mangelder bzw. verhamlosender Aufklärung nicht. die betroffene bew, selbst geschweige dene ihre angehörige werden nicht darüber aufgeklärt wie sie sich zu verhalten haben, Das Reinigungspersonalwird auch nicht instruiert wie sie sich zu verhalten hat.trotz aufforderung durch das Personal wird das Personal durch den Betriebarzt nicht untersucht.Ich werde schildern wie bei uns auf die station verfahren wird
    -Wir haben zum beispiel nicht alle Pflegemittel im Zimmer (MRSA Zimmer) das wir ofter während die Pflegemaßnahme noch mal raus um es zu holen.
    -Pflegewagen so wie Medizinwagen mit allen Medikamentenblisterpackungen werden mit in den Zimmer mitgenommen, während die Schwester die morgentlicher waschung durchführen.auch in MRSA Bewohner.
    -Bew.die MRSA träger sind werden nicht isoliert, werden nicht aufgeklärt, wie sie sich verhalten sollen,spricht hände desinfizieren bevor sie die Gemeinschaftsräüme aufsuchen
    -Angehörige und besucher wissen nicht wer MRSA Bew, wie sie sich verhalten sollen.
    -Es gibt kein Schilder an der tĂĽren wo die MRSA Bew. sind.
    -Flächendesinfektion in bew. Zimmerwerden nicht durchgeführt.
    -Viele Mitarbeiternbenutzen kein Kittel und mundchutz.
    -Toilletten werden nicht naach benutzung vom MRSA Bew. nicht desinfiziert.
    -Blutdruck Mancheten und Fieber Thermometer werden nicht nach jeder nutzung desinfiziert.
    -Reinigungkräfte halten sich nicht an den vorschrift, MRSA Zimmer als letzte zur reinigen
    -Bew. mit MRSA durfen an beschäftigungs program teilnehmen,Material die sie benutz wird aber nicht desinfiziert,bew. hat offene Wunde am Gesäß und kratz die ganzen Nacht.
    -KĂĽchenfrau benutz nur 1Lappen fĂĽr alle Tische, Geschirr wird nicht separat gewaschen.
    -Nicht jede Pflegepersonal benutz gelbe Säcke für MRSA Wäsche
    -Mitarbeiter von Arbeitamt (1 Euro jobber ) durfen MRSA Bew. betreuen ohne sie zu informieren.
    Die Keime sind schon ĂĽberall,leider die möglichkeiten das so wissen ist nicht da , weil sie keine kontrollemaĂźnahme veranlassen. Wir habenin die letzten Monaten 6 MRSA Bew. wir wissen das fast alle oder 90 % unsere Bew. die Keime haben, möglicheweise auch einege Mitarbeiter.Ich habe versucht vorsichtig zu arbeiten um die verbreitung die Keime zu verhindern, es ist fĂĽr mich alleine nicht möglich. PDL und Hygieneschwester habe ich schon auf die Schwerige sizuation informiert aber sie wollen es nicht akzeptieren, mir wurde sogar gesagt ich bin “Angstbehaftet von Bakterien ” das es mehr probleme gibt. Es sind nich nur die Krankenhäüßer verantwortlich fĂĽr die verbreitung diese Keime sondern auch solche Heime die nicht an den Hygienevorschrifft halte.Bitte helfen sie uns.

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