Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

E-Health

28.04.2010 | 14:39 Uhr

Die elektronische Gesundheitskarte kommt. Also vielleicht

Krankenkassen, Kliniken, Ärzte und Apotheker wollen mit der Umsetzung der Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte beginnen. So lautet ein Bericht der Hannoverschen Allgemeine Zeitung. Eine Vielzahl an Pannen und ein erfolgloser Streit verhinderte bisher die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Nun wird die bekannte Patientenversichertenkarte doch, wie 2006 von Ulla Schmidt (ehemalige Gesundheitsministerin SPD), von der elektronischen Gesundheitskarte ersetzt.

Ein Hindernis gilt es jedoch noch zu beseitigen. Das Bundesgesundheitsministerium muss zunächst einen Gesetzesentwurf vorlegen und es muss entschieden werden, ob Ärzte verpflichtet sind, Patienten mit einer elektronischen Gesundheitskarte anzunehmen. Das elektronische Konzept soll jedoch ohnehin abgespeckt werden und ohne elektronische Patientenakte starten.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “Die elektronische Gesundheitskarte kommt. Also vielleicht”
  1. mediko sagt:

    Die Gesundheitskarte finde ich bei einer richtigen Umsetzung (Stichwort Datenschutz und Datensicherheit) wirklich spannend. Was der Umsetzung wirklich im Weg ist, sind die zahlreichen Beteiligten. Denn diese kochen oftmals ihr eigenes Süppchen und das Projekt wird durch unnötige Kompromisse untragbar. Eigentlich schade, denn ich habe in den Anfangstagen der Idee wirklich daran geglaubt. Aber in letzter Zeit häufen sich die Zeichen, dass das Projekt leider verhunzt wird.

  2. Gesundheitskarte wegen der Transparenz-Schaffung unbeliebt!?
    Vermutlich gibt es von Seiten der Medizin-Profiteure (Ärtze-(Verbände), Pharma, Apotheken usw.) starken Widerstand gegen das Projekt der Gesundheitskarte.

    Dazu kommt unprofessionelles Management, der EDV-Organisiation und der Politik, die unnötige Fehler machen und damit könnte das notwendige und gute Projekt (falls die Kassenverbände sich nicht genügend ein- und sich durchsetzen) tatsächlich scheitern, wie der Ärzte-TÜV.

    Für ein solches Projekt müssen die Besten ihres Faches (EDV, Ökonomen, Mediziner, Organisatoren) an einem Tisch zusammensitzen, damit es Früchte trägt und den unguten Zustand der fehlenden Transparenz der Effizienz (evidence-based-medicine: Fehlanzeige) endlich beendet. Dann könnten Ärzte und Kliniken und alle medizinischen Dienstleister nach Leistung bewertet und bezahlt werden. Und nur so kommt man dem Wunsche des Beitragszahlers, der als Patient zu Recht gesund sein will endlich entgegen. D. Reiber, IbF-Institut

Teilen Sie Ihre Meinung