Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Phishingnachricht

21.08.2008 | 4:15 Uhr

Die Handelskrankenkasse (HKK) versucht Passwörter abzufangen!?

Früher war es eher einfach Diebe zu erkennen. Sie sahen meist so wie auf dem Bild aus ritten in die Stadt wollten meist nur ein Tresor und dann gings wieder ab.

Naja. So kennen wir das jedenfalls aus der einen oder anderen Hollywood Verfilmung :-) kein fischen zeichen 300x199 Die Handelskrankenkasse (HKK) versucht Passwörter abzufangen!? Bild

Heute ist das etwas anders. Heute wollen die Diebe nichtmehr reiten und die Banken sind auch schon ein bisschen sicherer. Deshalb haben sie eine neue Taktik. Mit phishing Software wollen sie Passwörter abfangen um sich damit in konnten einzuloggen und sich Geld zu überweisen. Das ist jedenfalls der Grundgedanke hinter phishing. Wikipedia bezeichnet es als Angeln nach Passwörtern mit Ködern.

Was wäre nun ein guter Köder für eine solche Aktion. Vielleicht ein Newsletter!?

Jeder der Outlook verwendet kennt ja das Problem das immer erst die Bilder heruntergeladen werden müssen. Hier mal als Beispiel mit einem Newsletter von spreadshirt (Dort kann man sich eigene T-shirts erstellen). Outlook zeigt dann immer den Text “Klicken Sie hier, um Bilder downzuloaden. Um ihre Privatsphäre besser zu schützen, hat Outlook den automatischen Download von Bildern in dieser Nachricht verhindert”.

Den Text bin ich eigentlich schon gewohnt und ist für mich nichtsmehr neues. Ich ignoriere ihn eigentlich immer. Klick bei den nachrichten die ich lesen will auf downloaden und gut ist. Aber heute war da was anders. Ich bekam den Newsletter der HKK.

Ich will auch hier nicht viel von dem Newsletter verwenden denn er enthält die Standardnews die für mich eigentlich ehr uninteressant ist. Das ist aber bei allen Krankenkassen Newsletter so. Es stehen eher Nachrichten mit “Leben sie gesund” im Vordergrund, anstatt wahre Neuigkeiten. Naja gut. Es passiert ja auch nicht soviel. Aber btt (back to topic – zurück aufn Punkt)

spreadshirtnewsletter 300x273 Die Handelskrankenkasse (HKK) versucht Passwörter abzufangen!? Bild

Wie ich gleich seht ist etwas anders und zwar direkt die Farbe. Irgendwas ist da rot. Rot ist ja bekanntlich Signalfarbe und blitzt sogar mir ins Auge :-) . Da ich es wirklich noch nicht kannte hab ich es mir mal durchgelesen hier mal der Text (näheres seht ihr auch auf den Bildern wenn ihr darauf klickt).Ich mach es auch mal rot  und dick. Ihr sollt ja den gleichen Effekt haben :-)

“Dies könnte eine Phishingnachricht sein, die möglicherweise nicht sicher ist. Hyperlinks und sonstige Funktionen wurden deaktiviert. Klicken Sie hier, um die funktionen zu aktivieren (nicht empfohlen). Klicken Sie hier, um Bilder downzuloaden. Um Ihre Privatsphäre besser zu shützen, hat Outlook den automatischen Download von Bildern in dieser Nachricht verhindert.”

hkkfishing 300x254 Die Handelskrankenkasse (HKK) versucht Passwörter abzufangen!? Bild

OK. Also auf Deutsch: Vorsicht die HKK will bei dir Passwörter klauen!Ich hab mir gedacht ich werf mal ein blick in den Quelltext der Nachricht um evtl. Fehler zu sehen. Aber das ganze wurde laut meta mit “Microsoft Word 12″ erstellt. Naja wer schonmal so einen inhalt gesehen hat weiß ja wie übersichtlich so ein generierter Quelltext ist. :-)

Also kann ich von der Stelle auch nicht sagen ob Daten gefischt werden oder nicht. Ich glaube zwar eher nicht, aber man weiss ja nie. Aber wenn ich die HKK wäre würde ich das mal schnellsten überprüfen. Denn der normale Computernutzer löscht so eine Nachricht dann sofort. Und dann hat die Zustellungsquote der Newsletter einen Wert annähernd von null :-)

Foto: flickr.de / alex_lee2001

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

4 Kommentare zu “Die Handelskrankenkasse (HKK) versucht Passwörter abzufangen!?”
  1. Hallo,

    ich bin der Pressesprecher der hkk. Die hkk betreibt kein Phishing oder andere Tricks! Rot ist einfach neben Dunkelblau unsere Hausfarbe und wird daher von uns zur Darstellung von Überschriften und für Links benutzt.

    Links befinden sich in unserem E-Mail-Newsletter, weil das E-Mail als solches nur Teasertexte enthält, die den Inhalt des eigentlichen Artikels kurz vorstellen. Der eigentliche Artikel befindet sich auf unserer Homepage, und der Link im Newsletter führt dorthin.

    Diese Vorgehensweise ist heute bei Newslettern der Standard, unter anderem, weil der Newsletter dadurch übersichtlich kurz bleibt. Standard ist auch, den Newsletter im HTML-Format zu verschicken, weil das die Einbindung von Bildern und ein attraktives Layout ermöglicht.

    Einige E-Mail-Programme wie Outlook sind standardmäßig so eingestellt, dass sie HTML-formatierte eingehende E-Mails erstmal in Nurtext umwandeln oder die Funktion von Links und die Anzeige von Fotos unterdrücken – es sei denn, man gibt diese Funktionen und die Anzeige per Mausklick explizit frei. Das ist ein sinnvolles Verfahren, um sich vor Phishing-Mails und ähnlichen Machenschaften zu schützen, die anonyme kriminelle Absender benutzen. Denn sonst könnten unter Umständen schon beim einfachen Öffnen eines Mails und Klick auf einen Link bestimmte Ausspäh-Funktionen aktiviert werden, um Passwörter oder Kontonummern abzugreifen und per Internet an Betrüger zu übermitteln.

    Damit man merkt, dass Outlook eine HTML-Anzeige deaktiviert hat, zeigt es den von Steffen beschriebenen Hinweis an. Wenn man jedoch einen Newsletter von einem seriösen Anbieter wie z.B. der hkk abonniert hat, kann man die HTML-Anzeige bedenkenlos aktivieren und die Links benutzen.

    Nochmal: Die von Steffen beschriebene Warnung in Outlook oder anderen E-Mail-Programmen besagt also nicht, dass ein Phishing-Versuch vorliegt, sondern nur, dass es sich um ein HTML-Mail mit Links handelt, das technisch gesehen mit den beschriebenen Risiken verbunden sein könnte. Wenn man den Absender nicht kennt oder von ihm kein E-Mail erwartet, sollte man also erst zweimal nachdenken, bevor man die HTML-Anzeige aktiviert und auf Links klickt. Beim hkk-Newsletter kann man das aber bedenkenlos tun.

    Netter Gruß
    Holm Ay
    hkk Erste Gesundheit.
    Martinistraße 26, 28195 Bremen
    http://www.hkk.de

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  1. [...] Ich muss ja mal anmerken, dass Einbruch eh schon nichtmehr das ist was es zu Bankräuberzeiten war. Sogar die Diebe gehen heute mit der Zeit und phishen. Siehe auch unsern Artikel über das phishing. [...]

  2. [...] Erinnert ihr euch noch an den Artikel: Die Handelskrankenkasse (HKK) versucht Passwörter abzufangen!? [...]

  3. [...] komplett. Empfehlenswert finde ich den der hkk, auch wenn ich ihn schonmal (nicht ganz ernsthaft) kritisiert habe. Seitdem gibt es auch nichtmehr das Problem. Somit erreicht der (gute) Newsletter auch mehr [...]



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