Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Zahlungsausgleich

10.09.2008 | 2:12 Uhr

Die Krankenkassenbeiträge sollen in der Höhe abgefedert werden!

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Manchmal komme ich mir wirklich vor wie der Mönch auf dem Bild. Ab 2009 wird sich das Gesundheitssystem ändern (das Licht) nur weiĂź ich (der Mönch) bis jetzt (mitte September!) nicht was mich erwartet (was ist hinter dem Licht?). Es steht mal wieder ein biĂźchen mehr “Licht” an. Hier wieder der aktuelle Stand. Diesmal von der CDU!

Ab 2009 gibt es ja eine Veränderung in der Finanzierung der Krankenkassen.

Das ist einmal gestemmt auf den Zahlungsausgleich unter den Krankenkassen (Morbi RSA) und die andere Seite  stellt der Einheitsbeitrag (der die Grundlage des Gesundheitsfonds ist) dar.

Die Höhe des Einheitsbeitrag mit wahrscheinlich 15,8 Prozent wird immer seltener von den Parteien dementiert. Also erwarte ich mal, dass auch schon die einzelnen Parteien mit dieser Beitragshöhe rechnen. Ich hatte auch schon gelesen, dass die Grünen mit einem Einheitsbeitrag von 16 Prozent kalkulieren.

Das diese Kassenbeiträge in dieser Höhe einfach nichtmehr finanzierbar sind, haben jetzt auch die Parteien verstanden.

Laut einem Bericht  in der Diensttagsausgabe der Financial Times Deutschland, sollen zum Ausgleich der Hohen Kassenbeiträge ab 2009, die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sinken. Das hat Volker Kauder (Fraktionschef der CDU) der Financial Times gegenüber angekündigt.

Damit kann zwar ein Teil der Erhöhung durch den Einheitsbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung abgefedert werden, aber nicht alles.

Die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung sollen von jetzt 3,3 Prozent auf 2,8 Prozent zum Jahreswechsel fallen.

Als Vergleichszahl ziehe ich mal den aktuellen Durchschnitt der Krankenkassenbeiträge von 14,92 Prozent heran.

Also entsteht eine Erhöhung von knapp 0,9 Prozent, die durch eine Senkung der Arbeitslosenversicherung von 0,5 Prozent nicht ausgeglichen werden kann.

Ich verzichte jetzt an der Stelle zur genauen AufschlĂĽsselung der Beitragsteile fĂĽr Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Aber es ist fĂĽr jeden erkennbar, dass es erstmal teurer wird.

Krankenversicherungsbeiträge sollen eventuell auch steuerlich absetzbar werden!

Diese Erhöhung von 0,4 Prozent könnte aber im zweiten Schritt noch um einen Teil gesenkt werden, denn die CDU plant auch das steuerliche Absetzen von Krankenversicherungsbeiträgen.

Wie ihr seht, seht Ihr nichts!

Also wie ihr seht, noch nichts fest. Das einzige was wohl sicher ist, ist die Erhöhung der Krankenversicherungsbeiträge.

  1. Die höhe des Einhetisbeitrags ist nicht bekannt,
  2. Es ist nicht bekannt welche MaĂźnahmen es zur Erleichterung der BĂĽrger geben soll,
  3. und die Experten demonstrieren immernoch gegen den Einheitsbeitrag.

Und jeeeetz wieder die 3 fragen zum kommentieren :dance10: :laugh3:

  1. Ist eine RĂĽckzahlung ĂĽber die Steuer ĂĽberhaupt sinnvoll!?
  2. Welche Probleme enstehen fĂĽr euch bei dem Konstrukt der CDU ĂĽber Steuern und Arbeitslosenversicherung?
  3. Meine Rechnung basiert ja auf Prognosen und einer ziemlich starken Vereinfachung. Es wird zurzeit ja vieles in den Medien berichtet über die Erhöhung der Krankenkassenbeiträge. Es ist eine der größten Veränderungen überhaupt in der Geschichte der Krankenkassen (wie ich finde). Wie begegnet ihr dem Thema? Gelassen? Verärgert? Ihr verfolgt es nicht?

Bild von oddsock
Artikel via topnews

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “Die Krankenkassenbeiträge sollen in der Höhe abgefedert werden!”
  1. RevengeofPKV sagt:

    zu 1.: Die Sache mit der Steuer beruht wohl eher auf einem Urteil des Bundesfinanzhofs oder des Bundesverfassungsgerichts aus der näheren Vergangenheit. Die Aufwendungen für Beiträge zur privaten Krankenversicherung müssen danach steuerlich absetzbar sein (fragt mich bitte nicht nach den Details, da bin ich blank :thinking4: ). Für die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung muss dann wohl das Gleiche gelten. Die CDU gestaltet hier also gar nichts, sondern vollzieht nur nach, was die Rechtsprechung ihr auferlegt hat. Prinzipiell halte ich nichts davon, beitragsrechtlich relevante Sachverhalte über die Steuern zu lösen. Hier soll halt den Wählern mal wieder Sand in die Augen gestreut werden: Die Beiträge zur Krankenversicherung steigen zwar, aber es gibt ja Entlastung an anderer Stelle :eyeroll: .

    zu 2.: Gleiches Argument wie oben unter 1. Den Beitragszahlern ehrlich zu sagen, dass die Krankenversicherung teurer wird, traut sich wieder keiner, es ist ja schlieĂźlich demnächst wieder Wahl…

    zur 3.: Das weitere Ansteigen der Krankenkassenbeiträge ist unvermeidlich. Es gibt immer mehr ältere Menschen und weniger junge Beitragszahler (Demografie), auĂźerdem verspricht die Politik den Leistungserbringern (Ă„rzten, Krankenhäusern) deutliche Einkommensverbesserungen. Hinzu kommt noch der medizinische Fortschritt, der die Leistungen verteuert. Ă„rgerlich ist nur, dass die Politik nicht den Mut findet, dies den Menschen offen und ehrlich zu sagen und die mit dieser Entwicklung zwangsläufig verbundene Konsequenz zu erklären: Dauerhaft steigende Gesundheitskosten. Ich bin der Meinung, dass die meisten Menschen bereit sind, fĂĽr eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung auch höhere Kosten in Kauf zu nehmen – man muss es ihnen halt richtig erklären und darf nicht immer nur auf die nächste Wahl schielen.

  2. steffen sagt:

    Guten Morgen RevengeofPkv,

    “fragt mich bitte nicht nach den Details, da bin ich blank” – ich finde es nicht wichtig immer, alles zu wissen. DafĂĽr gibt es ja (solche Blogs und Foren) -> die Menschen sollen sich zusammenschlieĂźen und somit kann jeder, sein Fachwissen miteinbringen. Ich finde es immer schlimm, dass sich manche Menschen anrechnen alles zu wissen. ;) Man sollte nur zu allem eine Meinung haben und offen fĂĽr die Meinung anderer sein. Somit kann jeder was von jedem lernen. Vielleicht findet sich hier ja ein Anwalt der es genauer weiĂź ;) Das war jetzt mein morgentliches :graduate: ;)

    zu 1. Ich hatte auch schonmal so etwas mitbekommen, dachte aber das galt nur fĂĽr die PKV. Aber gut, wenn ich mal mit Menschenverstand darĂĽber nachdenke musste eine solche Entscheidung dann kommen wegen der Gleichstellung oder? Ansonsten wĂĽrde ich es als Bevorzugung einer Gruppe sonst ansehen.

    Da hat sich dann mal wieder jemand mit fremden Blumen geschmĂĽckt. :grazie: Aber so sind unsere Politiker halt – die guten Wählerstimmen ;)

    Ich find diese Variante jetzt auch nicht sinnvoll. Für mich sollten Steuern und Sozialversicherungsabgaben strickt getrennt werden. Das mit der Steuertrennung habe ich glaube ich auch damals bei dem Artikel http://www.kvportal.de/politik.....verarschen zum Ausdruck gebracht. Ich verstehe nicht, welcher Sinn hinter einer Minimierung der Sozialversicherungsabgaben durch Steuern bzw. die Rückerstattung von Krankenkassenbeiträgen aus Steuern, steckt. Jemand von euch vielleicht!? Ich lerne ja gern dazu :2thumbs:

    zu 2. genau das glaube ich auch.

    zu 3. Bei der hochwertigen Gesundheitsversorgung sehe ich das Problem, dass es fĂĽr die “Unterschicht” und “Mittelschicht” (wer hat so blöde Begriffe ĂĽberhaupt erfunden?) schwer wird die steigenden Sozialkosten ĂĽberhaupt zu tragen.

    OK, die Arbeitslosenversicherung sinkt jetzt (vielleicht), aber wie lange!? Dann gehen die Beiträge wieder hoch und ich erwarte kein großen Rückgang bei Kassenbeiträgen und Rentenbeiträgen in der Zukunft.

    Also was ist der Plan der Regierung bis 2020!? Wie sollen die Systeme bezahlbar bleiben!? Die “Milchmädchen Rechnung” fĂĽr 4 Jahre (von Wahl zu Wahl) ist in diesem Fall einfach nicht angebracht.

    Fakt ist Krankenhausärzte verdienen zu wenig, Pharmakonzerne (angeblich) zuviel. Die Alterspyramide dreht sich und der Boom an Arbeit ist auch nicht für immer. (2. Sätze und fast alle Sozialversicherungssysteme abgedeckt :giggle: )

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