Dienstag, 22. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Zahlungsausgleich

10.09.2008 | 2:12 Uhr

Die KrankenkassenbeitrÀge sollen in der Höhe abgefedert werden!

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Manchmal komme ich mir wirklich vor wie der Mönch auf dem Bild. Ab 2009 wird sich das Gesundheitssystem Ă€ndern (das Licht) nur weiß ich (der Mönch) bis jetzt (mitte September!) nicht was mich erwartet (was ist hinter dem Licht?). Es steht mal wieder ein bißchen mehr “Licht” an. Hier wieder der aktuelle Stand. Diesmal von der CDU!

Ab 2009 gibt es ja eine VerÀnderung in der Finanzierung der Krankenkassen.

Das ist einmal gestemmt auf den Zahlungsausgleich unter den Krankenkassen (Morbi RSA) und die andere Seite  stellt der Einheitsbeitrag (der die Grundlage des Gesundheitsfonds ist) dar.

Die Höhe des Einheitsbeitrag mit wahrscheinlich 15,8 Prozent wird immer seltener von den Parteien dementiert. Also erwarte ich mal, dass auch schon die einzelnen Parteien mit dieser Beitragshöhe rechnen. Ich hatte auch schon gelesen, dass die GrĂŒnen mit einem Einheitsbeitrag von 16 Prozent kalkulieren.

Das diese KassenbeitrÀge in dieser Höhe einfach nichtmehr finanzierbar sind, haben jetzt auch die Parteien verstanden.

Laut einem Bericht  in der Diensttagsausgabe der Financial Times Deutschland, sollen zum Ausgleich der Hohen KassenbeitrĂ€ge ab 2009, die BeitrĂ€ge zur Arbeitslosenversicherung sinken. Das hat Volker Kauder (Fraktionschef der CDU) der Financial Times gegenĂŒber angekĂŒndigt.

Damit kann zwar ein Teil der Erhöhung durch den Einheitsbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung abgefedert werden, aber nicht alles.

Die BeitrÀge zur Arbeitslosenversicherung sollen von jetzt 3,3 Prozent auf 2,8 Prozent zum Jahreswechsel fallen.

Als Vergleichszahl ziehe ich mal den aktuellen Durchschnitt der KrankenkassenbeitrÀge von 14,92 Prozent heran.

Also entsteht eine Erhöhung von knapp 0,9 Prozent, die durch eine Senkung der Arbeitslosenversicherung von 0,5 Prozent nicht ausgeglichen werden kann.

Ich verzichte jetzt an der Stelle zur genauen AufschlĂŒsselung der Beitragsteile fĂŒr Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Aber es ist fĂŒr jeden erkennbar, dass es erstmal teurer wird.

KrankenversicherungsbeitrÀge sollen eventuell auch steuerlich absetzbar werden!

Diese Erhöhung von 0,4 Prozent könnte aber im zweiten Schritt noch um einen Teil gesenkt werden, denn die CDU plant auch das steuerliche Absetzen von KrankenversicherungsbeitrÀgen.

Wie ihr seht, seht Ihr nichts!

Also wie ihr seht, noch nichts fest. Das einzige was wohl sicher ist, ist die Erhöhung der KrankenversicherungsbeitrÀge.

  1. Die höhe des Einhetisbeitrags ist nicht bekannt,
  2. Es ist nicht bekannt welche Maßnahmen es zur Erleichterung der BĂŒrger geben soll,
  3. und die Experten demonstrieren immernoch gegen den Einheitsbeitrag.

Und jeeeetz wieder die 3 fragen zum kommentieren :dance10: :laugh3:

  1. Ist eine RĂŒckzahlung ĂŒber die Steuer ĂŒberhaupt sinnvoll!?
  2. Welche Probleme enstehen fĂŒr euch bei dem Konstrukt der CDU ĂŒber Steuern und Arbeitslosenversicherung?
  3. Meine Rechnung basiert ja auf Prognosen und einer ziemlich starken Vereinfachung. Es wird zurzeit ja vieles in den Medien berichtet ĂŒber die Erhöhung der KrankenkassenbeitrĂ€ge. Es ist eine der grĂ¶ĂŸten VerĂ€nderungen ĂŒberhaupt in der Geschichte der Krankenkassen (wie ich finde). Wie begegnet ihr dem Thema? Gelassen? VerĂ€rgert? Ihr verfolgt es nicht?

Bild von oddsock
Artikel via topnews

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “Die KrankenkassenbeitrĂ€ge sollen in der Höhe abgefedert werden!”
  1. RevengeofPKV sagt:

    zu 1.: Die Sache mit der Steuer beruht wohl eher auf einem Urteil des Bundesfinanzhofs oder des Bundesverfassungsgerichts aus der nĂ€heren Vergangenheit. Die Aufwendungen fĂŒr BeitrĂ€ge zur privaten Krankenversicherung mĂŒssen danach steuerlich absetzbar sein (fragt mich bitte nicht nach den Details, da bin ich blank :thinking4: ). FĂŒr die BeitrĂ€ge zur gesetzlichen Krankenversicherung muss dann wohl das Gleiche gelten. Die CDU gestaltet hier also gar nichts, sondern vollzieht nur nach, was die Rechtsprechung ihr auferlegt hat. Prinzipiell halte ich nichts davon, beitragsrechtlich relevante Sachverhalte ĂŒber die Steuern zu lösen. Hier soll halt den WĂ€hlern mal wieder Sand in die Augen gestreut werden: Die BeitrĂ€ge zur Krankenversicherung steigen zwar, aber es gibt ja Entlastung an anderer Stelle :eyeroll: .

    zu 2.: Gleiches Argument wie oben unter 1. Den Beitragszahlern ehrlich zu sagen, dass die Krankenversicherung teurer wird, traut sich wieder keiner, es ist ja schließlich demnĂ€chst wieder Wahl…

    zur 3.: Das weitere Ansteigen der KrankenkassenbeitrĂ€ge ist unvermeidlich. Es gibt immer mehr Ă€ltere Menschen und weniger junge Beitragszahler (Demografie), außerdem verspricht die Politik den Leistungserbringern (Ärzten, KrankenhĂ€usern) deutliche Einkommensverbesserungen. Hinzu kommt noch der medizinische Fortschritt, der die Leistungen verteuert. Ärgerlich ist nur, dass die Politik nicht den Mut findet, dies den Menschen offen und ehrlich zu sagen und die mit dieser Entwicklung zwangslĂ€ufig verbundene Konsequenz zu erklĂ€ren: Dauerhaft steigende Gesundheitskosten. Ich bin der Meinung, dass die meisten Menschen bereit sind, fĂŒr eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung auch höhere Kosten in Kauf zu nehmen – man muss es ihnen halt richtig erklĂ€ren und darf nicht immer nur auf die nĂ€chste Wahl schielen.

  2. steffen sagt:

    Guten Morgen RevengeofPkv,

    “fragt mich bitte nicht nach den Details, da bin ich blank” – ich finde es nicht wichtig immer, alles zu wissen. DafĂŒr gibt es ja (solche Blogs und Foren) -> die Menschen sollen sich zusammenschließen und somit kann jeder, sein Fachwissen miteinbringen. Ich finde es immer schlimm, dass sich manche Menschen anrechnen alles zu wissen. ;) Man sollte nur zu allem eine Meinung haben und offen fĂŒr die Meinung anderer sein. Somit kann jeder was von jedem lernen. Vielleicht findet sich hier ja ein Anwalt der es genauer weiß ;) Das war jetzt mein morgentliches :graduate: ;)

    zu 1. Ich hatte auch schonmal so etwas mitbekommen, dachte aber das galt nur fĂŒr die PKV. Aber gut, wenn ich mal mit Menschenverstand darĂŒber nachdenke musste eine solche Entscheidung dann kommen wegen der Gleichstellung oder? Ansonsten wĂŒrde ich es als Bevorzugung einer Gruppe sonst ansehen.

    Da hat sich dann mal wieder jemand mit fremden Blumen geschmĂŒckt. :grazie: Aber so sind unsere Politiker halt – die guten WĂ€hlerstimmen ;)

    Ich find diese Variante jetzt auch nicht sinnvoll. FĂŒr mich sollten Steuern und Sozialversicherungsabgaben strickt getrennt werden. Das mit der Steuertrennung habe ich glaube ich auch damals bei dem Artikel http://www.kvportal.de/politik.....verarschen zum Ausdruck gebracht. Ich verstehe nicht, welcher Sinn hinter einer Minimierung der Sozialversicherungsabgaben durch Steuern bzw. die RĂŒckerstattung von KrankenkassenbeitrĂ€gen aus Steuern, steckt. Jemand von euch vielleicht!? Ich lerne ja gern dazu :2thumbs:

    zu 2. genau das glaube ich auch.

    zu 3. Bei der hochwertigen Gesundheitsversorgung sehe ich das Problem, dass es fĂŒr die “Unterschicht” und “Mittelschicht” (wer hat so blöde Begriffe ĂŒberhaupt erfunden?) schwer wird die steigenden Sozialkosten ĂŒberhaupt zu tragen.

    OK, die Arbeitslosenversicherung sinkt jetzt (vielleicht), aber wie lange!? Dann gehen die BeitrĂ€ge wieder hoch und ich erwarte kein großen RĂŒckgang bei KassenbeitrĂ€gen und RentenbeitrĂ€gen in der Zukunft.

    Also was ist der Plan der Regierung bis 2020!? Wie sollen die Systeme bezahlbar bleiben!? Die “MilchmĂ€dchen Rechnung” fĂŒr 4 Jahre (von Wahl zu Wahl) ist in diesem Fall einfach nicht angebracht.

    Fakt ist KrankenhausĂ€rzte verdienen zu wenig, Pharmakonzerne (angeblich) zuviel. Die Alterspyramide dreht sich und der Boom an Arbeit ist auch nicht fĂŒr immer. (2. SĂ€tze und fast alle Sozialversicherungssysteme abgedeckt :giggle: )

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