Donnerstag, 23. Mai 2013 | Gesundheitswesen Magazin

Zusatzbeitrag

17.03.2010 | 18:14 Uhr

Die neue Stellung der Barmer/GEK im Gesundheitswesen

Die ehemalige Gesundheitsministerin aus NRW, Birgit Fischer (SPD) ist die erste Frau an der Spitze einer Krankenkasse. Sie hat, zum 1. Januar, die Führung der Barmer/GEK übernommen die zurzeit, mit 8,5 Millionen Versicherten, mehr als tausend Geschäftsstellen, die über 19.000 Mitarbeitern haben, die deutsche Spitze anführt. Wirksam wurde die Fusion von den beiden Krankenkassen, an dem Tag als Frau Fischer (56) den Platz als Vorstandsvorsitzende einnahm. Damit gehört Fischer zu dem im Gesundheitswesen Deutschlands wichtigsten Personen.

Fischer setzt sich in der heutigen Zeit, in dem das Handeln der Krankenkassen immer wieder in die Kritik der Medien und Vorwahlkampfzeiten fällt, für neue Regelungen im deutschen Gesundheitswesen ein. Zusatzbeiträge, wie sie von einigen Krankenkassen schon 2010 eingeführt wurden, sollten nicht pauschal veranlagt, sondern vom Einkommen der Versicherten abhängig gemacht werden. Außerdem wünscht Fischer sich, dass alle Beteiligten sich mehr für eine Zusammenarbeit im interdisziplinären Sinn einsetzten, denn nur so können Veränderungen zum Positiven herbei geführt werden. Auch die Debatte um zu hohe Kosten innerhalb der Krankenkassen, zu der auch die Chefgehälter gehören, geht Sie offen an und veröffentlicht die Verwaltungskosten der Barmer/GEK.

Zusammenfassend sagt Fischer, sollten mehr Krankenkassen fusionieren, um eine größere Einheit zu bilden und zukunftsträchtige Projekte durchzusetzen. Für die Bevölkerung wieder mehr Klarheit im Gesundheitswesen zu bieten und die Kosten zu optimieren, auch wenn dies ein langer und schwieriger Weg ist, der gegangen werden muss. Auch kann Fischer nicht ausschließen, dass die Barmer/GEZ Zuzahlungsbeiträge für ihre Mitglieder im Jahre 2010 oder 2011einführen muss, solange sich am Gesamtsystem nichts ändert.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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