Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

NOVITAS Vereinigte BKK

28.05.2009 | 10:50 Uhr

Ehemalige Chefin einer Krankenkasse wegen Bilanzmanipulation verurteilt

Die ehemalige Chefin der BKK Leuna wurde zu einer Zahlung von rund 266 000 Euro verurteilt, weil sie Bilanzen ihrer Kasse manipuliert hat. In höchster Instanz wurde der klagende Partei (BKK Novitas) statt gegeben (Az.: B 1 KR 9/08 R).

Hintergrund zum Fall

Die Frau war alleiniger Vorstand der BKK Leuna, welche 1998 mit einer anderen Krankenkasse zur BKK Novitas fusioniert ist. Bei den Fusionsverhandlungen hatte die Frau eine Bilanz vorgelegt, welche für 1996 einen Verlust von 1,4 Millionen Euro und Schulden von 4,95 Millionen Euro auswies. Jedoch waren die Schulden ca. 3 Millionen Euro höher, welche die Kassenchefin auf das Jahr 1997 verschob.

Zum Nachteil des Fusionspartners, war die Manipulation erst drei Monate nach der Fusion aufgeflogen. Aus diesem Grund musste die BKK Novitas ihren Beitragssatz von 13,2 Prozent auf 14,2 Prozent erhöhen. Was sich bestimmt nicht positiv auf die Mitgliederentwicklung ausgewirkt hat.

Was haben wir daraus gelernt?

Bilanzen manipulieren ist langfristig gesehen niemals positiv und dem Fusionspartner nicht trauen, sondern lieber fĂĽnfmal hinschauen. Gerade bei der Fusionswelle die wir zurzeit haben.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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