Zivildienstplätze
Ein neues Konzept für Zivildienstleistende muss her
Ulrich Schneider der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes äußerte sich in seinem Statement zum „Kölner Stadt-Anzeiger“ sogar so weit, dass er befürchtet wenn nicht bald eine Einigung zur freiwilligen Verlängerung befunden wird, sehr viele Träger dieses Verbandes künftig für Zivildienstleistende nicht mehr zur Verfügung stehen würden.
Doch auch weitere caritative Einrichtungen wie das Deutsche Rote Kreuz und der Deutsche Caritas Verband stehen den Neuerung mehr als skeptisch gegenüber. Beide fürchten die Zeit zur Umstellung ist zu knapp und es sind Menschen, die im Anschluss darunter zu leiden haben werden, wenn weniger Zivildienstleistende die Heime und Einrichtungen unterstützen. Selbst die Bundeswehr ist mit der Wehrdienstverkürzung mehr als unzufrieden.
Bundesfamilienministern Kristina Schröder ist über die Äußerungen des Verteidigungsministers verstimmt, da dieser Vorstoß in die Öffentlichkeit nicht mit den Koalitionsfraktionen abgestimmt war. Jens Kreuter der Bundesbeauftragte für Zivildienst hält es für möglich, wenn keine konkrete Anschlusslösung gefunden wird, dass es zu einer wahren Ausstiegswelle der Einrichtungen kommen wird.
Aus diesem Grunde fordert zum Beispiel der Deutsche Caritas-Verband von Familien- und Verteidigungsministerium bis April bereits Grundlagen zu den neuen Dienstzeiten zu schaffen. Der Verband beschäftigt rund 10.600 Zivildienstleistende und stellt sich bereits auf Einsparungen und Kürzung von Stellen ein.
Bild: flickr / ★Debs★