Dienstag, 22. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenkassen

7.09.2009 | 11:23 Uhr

Einführung der neuen Versicherungskarte in NRW ab 01. Oktober

Die elektronische Gesundheitskarte soll nach Einführung zu einer besseren Wirtschaftlichkeit und zu besserer Qualität für die behandelnden Ärzte als auch für den Patienten führen und durch Speicherung von Patientendaten den Arbeitsaufwand in Praxen und bei den Krankenkassen verringern.

Trotz kritischem Für und Wider zur Einführung für gesetzlich Krankenversicherte wird diese nun ab dem 01. Oktober 2009 in NRW an neun Millionen Versicherte ausgegeben. Anders als bislang umstritten, sollen erst einmal nur die Stammdaten der Versicherten gespeichert werden. Neben diesen sollen im Sommer oder Herbst 2010 noch weitere neue Funktionen kommen. Diese könnten bei Arztbesuchen eine Online-Aktualisierung der Stammdaten, wie Adresse oder Versicherungsstatus, für die jeweiligen Praxen ermöglichen.

Derzeit ist die Angabe von eigenen Daten in Pflicht- und Freiwilligenteil gesplittet. Zu den Pflichtdaten gehören: Name, Geburtsdatum, Geschlecht und Anschrift. Ebenso ist ein Foto des Versicherten ab Vollendung des 15. Lebensjahres ist Pflicht, was nach Aussage von Dr. Leonard Hansen, Vorstandschef der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein, zum Schutz vor Kartenmissbrauch führen soll. Zusätzlich gibt die Karte Informationen zum Versichertenstatus und dem persönlichen Zuzahlungsstatus. Alle weiteren Angaben zu Behandlungen, Medikation und Krankheitsverläufe wie auch zur Bereitschaft als Organspender sind freiwillig.

Die ursprünglich geplanten Funktionen wie Elektronische Patientenakte, Speicherung von Notfalldaten und Online-Rezepten bleiben jedoch Zukunftsgedanke aufgrund endloser Debatten rund um den Datenschutz. Die Krankenkassen untereinander konnten sich jedoch bei der Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte auf eine Vereinheitlichung der technischen Standards einigen. Problematisch sind die noch aktuellen Sicherheitsbedenken in der Ärzteschaft. So haben derzeit erst 31 Prozent der Praxen in NRW auf das neue Lesegerät umgestellt. Demnach wird den Patienten angeraten, die alte Versicherungskarte auch nach Einführung der elektronischen Gesundheitskarte zu behalten, unter Anderem für den Fall, dass der behandelnde Arzt dieses noch nicht in seiner Praxis eingeführt hat.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

4 Kommentare zu “Einführung der neuen Versicherungskarte in NRW ab 01. Oktober”
  1. Martin sagt:

    Man glaubt es kaum. Ist es jetzt denn wirklich soweit? Wie oft wurde das ganze jetzt schon verschoben?

    Warten wir mal ab, ob sie wirklich zum 1. oktober kommt ;-)

  2. steffen sagt:

    haha. Stimmt. Das ganze sollte schon seit ein paar Monaten durchgeführt sein.

  3. Sascha sagt:

    Monaten?! Jahren!! Ohne Nachzuschlagen meine ich der Start war ursprünglich für 2007 geplant…
    Lustig wird noch das Passfotosammeln der Krankenkassen…

  4. steffen sagt:

    für das Passfotosammeln hat man sich ja schon einiges einfallen lassen. Kann man schon bei vielen Kassen online hochladen – würde mal gern wissen, wieviele das schon gemacht haben :)

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