Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krankenhaus

14.01.2009 | 11:06 Uhr

elektronische Gesundheitskarte (eGK) – Online Patientenakten

In Bottrop wurde als Pilotprojekt ein sektorübergreifende Patientenakte gestartet, Das ganze nennt sich ProspeGKT. 10 000 Versicherte der Knappschaft und der DAK können nun Erfahrungen mit der zentral geführten Patientenakte sammeln. Auf die Patientenakte wird mittels elektronischer Gesundheitskarte (eGK) und dem Heilberufsausweise zugegriffen.

Fakten zum dem ProspeGKT bzw. Projekt onlien Patientenakten

  1. 3 Jahre lang soll dieses Pilotprojekt dauern.
  2. Es verschlingt in der Zeit ca. 5,6 Millionen Euro und es soll die Datensicherheit und Praktibilität einer zentralen (online) Patientenakte überprüfen.
  3. Die Daten sind auf einem Server im Hochsicherheitszentrum von T-Systems abgelegt.
  4. Es nehmen 50 Arztpraxen teil und 60 Bildschirmplätze des Knappschaftkrankenhaus Bottropp
  5. Durch Patientenkioske im Krankenhaus Bottrop kann die Patientenakte (unbeaufsichtigt) von den Patienten eingesehen werden
  6. Die Ärzte haben nur Zugriff für eine bestimmte durchschnittliche Behandlungsdauer
  7. Der Patient kann dem behandelnden Ärzteteam (im Krankenhaus) längeren Zugriff (als die durchschnittliche Behandlungsdauer) erlauben.

Bei der Rede zu dem neuen Projekt ProspeGKT waren keine Kritiker anwesend. Deshalb möchte ich Kritik anmerken.

Kritik zum ProspeGKT bzw. online Patientenakten

Wir werden als Menschen eh schon immer gläserner. Wenn jetzt noch unsere Krankendaten online gesammelt werden, dann finde ich das mehr als bedenklich. Zurzeit ist es zwar noch (z.B. dem BKA) verboten auf diese Daten zuzugreifen, aber auch die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich so ein Verbot schnell abschaffen lässt.

Die Daten sind in einem hochsicherheitszentrum von T-Systems untergebracht. Die Vergangenheit hat aber auch hier gezeigt, dass nicht alles was den Namen “Sicher” hat auch sicher ist.

Zwar gibt es auch große Vorteile des Projekts, jedoch gewichtet z.B. das Thema BKA bei mir zu schwer. Was hält das BKA ab in Zukunft Massengentest anhand von vorhandenen Patientenakten durchzuführen? Kein Test ist sicher.

Eure Stimmen zu den Online Patientenakten!?

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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