Dienstag, 22. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Medikamente

31.01.2010 | 16:12 Uhr

Ersatzdrogen (Methadon, Subutex und Suboxone) sollen leichter zugänglich werden

Heroin-Abhängige sollen nach dem Willen von Suchtmedizinern künftig leichter an Ersatzdrogen wie Methadon, Subutex und Suboxone kommen. Wie der “Focus” berichtet, haben Experten der Bundesärztekammer entsprechende Richtlinien formuliert, die wohl schon im Frühjahr in Kraft treten. Demnach werden sich Ärzte, die Ersatzdrogen verschreiben, künftig nicht mehr “in jedem Falle” an die Bestimmungen des Betäubungsmittel- und Arzneimittelgesetzes halten müssen. Aus therapeutischen Gründen könnten sie Entscheidungen treffen, die “nicht zwingend” im Einklang mit den Gesetzen stehen. Vorgesehen ist laut “Focus” zudem, die Mitgabe von Ersatzdrogen nach Hause (”Take-home-Verordnung”) zu lockern. Bislang gilt, dass ein Patient Substitutionsmittel “mindestens sechs Monate” unter ärztlicher Aufsicht bekommen muss, ehe er sie zu Hause einnehmen darf. Die starre Frist, die nicht zuletzt wegen des hohen Missbrauchsrisikos eingeführt worden war, soll künftig nicht mehr gelten. Kritiker warnen, durch eine Aufweichung der Regeln würden noch mehr Substanzen als bisher auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden. Bundesweit befinden sich derzeit etwa 72.200 Heroin-Abhängige in Substitutionsbehandlung.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

1 Kommentar zu “Ersatzdrogen (Methadon, Subutex und Suboxone) sollen leichter zugänglich werden”
  1. Christ fred sagt:

    Und was ist daran so schlimm, wenn Substitutionsmittel auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden, was sie ja sowieso werden? Schlimmstenfalls nimmt ein Heroinsüchtiger dann Substitutionsmittel, die er auf dem Schwarzmarkt erstanden hat, statt Heroin, welches er dort gekauft hat. Eigentlich doch keine soo schlimme Sache, oder?

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