Samstag, 04. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Vorschlag

5.07.2008 | 15:19 Uhr

Die Ersatzkassen lehnen neue Klinikfinanzierung ab

Laut einem Artikel des Ärtzeblattes lehnen die Ersatzkassen und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen die geplante Klinikfinanzierung ab.klinik Die Ersatzkassen lehnen neue Klinikfinanzierung ab Bild

Thomas Ballast, der Vorsitzender von VdAK/AEV, erklärt, es könnte nicht angehen, “dass von einer geplanten Klinikreform nur Punkte ĂĽbrig bleiben, die mit erheblichem Kostenaufwand fĂĽr die gesetzlichen Krankenkassen verbunden seien”, und sich die jeweiligen Länder gleichzeitig bei der Investitionsfinanzierung aus der Verantwortung ziehen.

Es dĂĽrfe nicht weiterhin der Investitionsbedarf der Krankenhäuser ĂĽber die “HintertĂĽr” mit Fallpauschalen von Krankenkassen finanziert werden.

Auch die Ă–ffnung der Krankenhäuser fĂĽr Wettbewerber ist aus Sicht der Ersatzkassen ein Kernpunkt der Reform und könnte mehr Bewegungsfreiheit schaffen: MĂĽssten die Krankenkassen heute zusammen und einheitlich mit allen Krankenhäusern einen Versorgungsvertrag abschlieĂźen, könnte damit kĂĽnftig fĂĽr bestimmte Leistungen auch “Krankenkassenindividuelle Versorgungsverträge mit ausgesuchten Leistungserbringern” abgeschlossen werden.

Stationäre Kernleistungen sollten jedoch nach wie vor kollektivvertraglich geregelt werden.

Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung lehnt die Vorschläge zur Krankenhausfinanzierung ab, die zuletzt von der Monopolkommission aufgegriffen wurden. Die jeweiligen Experten der Beratungskommission hatten gefordert,  das man den Ländern die Verantwortung für Investitionen in Klinikgebäude nehmen soll. Der Sprecher des Kassenverbands sagte, dass es noch lange kein Grund sei, die Länder aus ihren Finanzierungspflichten zu entlassen nur weil sie diesen nicht nachtkommen.

Foto: flickr.de / tahitianlime

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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