Freitag, 03. September 2010

Vorschlag

5.07.2008 | 15:19 Uhr

Die Ersatzkassen lehnen neue Klinikfinanzierung ab

Laut einem Artikel des Ärtzeblattes lehnen die Ersatzkassen und der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen die geplante Klinikfinanzierung ab.klinik Die Ersatzkassen lehnen neue Klinikfinanzierung ab Bild

Thomas Ballast, der Vorsitzender von VdAK/AEV, erklärt, es könnte nicht angehen, “dass von einer geplanten Klinikreform nur Punkte übrig bleiben, die mit erheblichem Kostenaufwand für die gesetzlichen Krankenkassen verbunden seien”, und sich die jeweiligen Länder gleichzeitig bei der Investitionsfinanzierung aus der Verantwortung ziehen.

Es dürfe nicht weiterhin der Investitionsbedarf der Krankenhäuser über die “Hintertür” mit Fallpauschalen von Krankenkassen finanziert werden.

Auch die Öffnung der Krankenhäuser für Wettbewerber ist aus Sicht der Ersatzkassen ein Kernpunkt der Reform und könnte mehr Bewegungsfreiheit schaffen: Müssten die Krankenkassen heute zusammen und einheitlich mit allen Krankenhäusern einen Versorgungsvertrag abschließen, könnte damit künftig für bestimmte Leistungen auch “Krankenkassenindividuelle Versorgungsverträge mit ausgesuchten Leistungserbringern” abgeschlossen werden.

Stationäre Kernleistungen sollten jedoch nach wie vor kollektivvertraglich geregelt werden.

Auch der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung lehnt die Vorschläge zur Krankenhausfinanzierung ab, die zuletzt von der Monopolkommission aufgegriffen wurden. Die jeweiligen Experten der Beratungskommission hatten gefordert,  das man den Ländern die Verantwortung für Investitionen in Klinikgebäude nehmen soll. Der Sprecher des Kassenverbands sagte, dass es noch lange kein Grund sei, die Länder aus ihren Finanzierungspflichten zu entlassen nur weil sie diesen nicht nachtkommen.

Foto: flickr.de / tahitianlime

Steffen Braun

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