Krankenhaus
Fakten über das menschliche Gehirn
Es unterscheidet uns Menschen von allen anderen Arten, indem es uns erlaubt, auf dem Mond spazieren zu gehen und Meisterstücke der Literatur, Kunst und Musik hervorzubringen. Das menschliche Gehirn – eine schwammige, 750 Gramm schwere, fetthaltige Gewebemasse – wurde sogar bereits mit einem Supercomputer verglichen.
Aber das Gehirn ist sehr viel komplizierter, ein Fakt den Wissenschaftler fast täglich mit jeder neuen Entdeckung bestätigen. Das Ausmaß der Ressourcen des Gehirns ist unbekannt, aber es ist die komplexeste lebende bekannte Struktur. Dieses einzelne Organ kontrolliert alle Körperfunktionen.
Neurowissenschaftler versuchen das Mysterium der komplexesten Maschine zu entschlüsseln. Einerseits soll damit das menschliche Verhalten besser verstanden werden, zum anderen sollen Wege gefunden werden, Erkrankungen des Gehirns vorzubeugen oder zu behandeln. Mehr als 1000 Erkrankungen des Gehirns und Nervensystems verursachen die meisten Krankenhausaufenthalte als alle anderen Krankheiten, einschließlich Herz- und Krebserkrankungen.
Bis zum Jahr 2000 wurden entscheidende Entdeckungen in verschiedenen Bereichen gemacht. Verschiedene Gene, die verantwortlich für eine Reihe von Neurodegenerativen Krankheiten (Alzheimer, Parkinson) wurden identifiziert. Dies ermöglichte neue Erkenntnisse in zugrundeliegende Krankheitsmechanismen und resultierte in neuen Behandlungsansätzen. Mit der Entschlüsselung des menschlichen Genoms werden schnellere Fortschritte in der Identifikation von krankheitsverursachenden Genen möglich sein.
Zunehmend wird die molekulare Basis für das Entstehen von Lernen und Erinnerungen entdeckt. Damit können neue Behandlungsansätze für chronische Schmerzen gefunden werden. Neue Erkenntnisse im Bereich der Neuropharmakologie führen zu einem neuen Verständnis der Suchtmechanismen, was wiederum für die Behandlung von Depressionen und Zwangserkrankungen von Bedeutung ist.
Neue bildgebende Verfahren wie Magnetresonanztomografie und Positronenemmisionstomografie zeigen nun die Gehirnregionen für Gedächtnis und Emotionen sowie Vorgänge die bei Schizophrenie auftreten.
Die Entdeckung, wie und warum Neuronen sterben und die der Stammzellen, die neue Neuronen bilden, hat viele klinische Anwendungen. Es hat die Heilungsaussichten bei Verletzungen oder angeborenen Missbildungen des Gehirns und der Wirbelsäulte deutlich verbessert.