Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Insolvenzgefahr

20.06.2010 | 19:20 Uhr

Finanzielle Not bei etwa 23 Krankenkassen

Finanzielle Not bei etwa 23 Krankenkassen

Finanzielle Not bei etwa 23 Krankenkassen

Von den 157 Krankenkassen sind derzeit wohl 23 massiv insolvenzgefährdet. Ein internes Rating stufte sie dementsprechend ein. So zählen 20 Betriebskrankenkassen zu den gefährdeten GKVs, 46 Krankenkassen erhielten die Bewertung „zu beobachten“, auch darunter befinden sich 30 BKKs und 54 Krankenkassen wurden mit „unbedenklich“ bewertet. Lediglich 34 Krankenkassen erreichten die beste Bewertung „leistungsfähig“. Das Rating des Spitzenverbandes der GKV veröffentlichten zwar das Ergebnis der Analyse, nett jedoch keine Namen.

Das Rating wurde auf der Basis der Finanzergebnisse des 4. Quartals 2009 erstellt und beinhaltete Forderungen und Nachzahlungen aus dem Gesundheitsfonds. Dennoch befindet sich das Bewertungsmodell noch im Aufbau, wie der GKV-Verband erklärte. Mit dem Rating sollen Krankenkassen „herausgefiltert werden, bei denen möglicherweise Anhaltspunkte für eine Gefährdung“ vorliegen und die in einem zweiten Schritt „einer ausführlichen Bewertung unterzogen“ werden.

Aktuell haben drei Krankenkassen die drohende Insolvenz an das Bundesversicherungsamt gemeldet (City BKK, BKK für Heilberufe, GBK Köln). Ein Dominoeffekt wird befürchtet. So besteht die Gefahr, dass die 69 Krankenkassen, die laut Rating eh schon schlecht dastehen, durch eventuell notwendige Hilfszahlungen für die drei Krankenkassen selbst Insolvenz anmelden müssten. So bestätigte das Bundesversicherungsamt dem Magazin „Focus“, das 19 Krankenkassen mit Ausgaben deutlich über den Einnahmen aus dem Gesundheitsfonds gemeldet wurden.

Bild: Harry Hautumm / pixelio.de

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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