Dienstag, 22. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

GKV

21.08.2009 | 9:00 Uhr

Folgen weitere ZusatzbeitrÀge?

Oder auch “Welche Krankenkasseasse ist die nĂ€chste?”. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) rechnet nach eigener Aussage nicht mit einer Erhöhung der BeitrĂ€ge fĂŒr die Krankenkassen.Bisher hĂ€tte dies auch erst eine Kasse von allen beantragt ( Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln ). Als Grundlage der Spekulationen wurden immer wieder die Schweinegrippe – Impfungen gennant.

Dies ist laut Ulla Schmidt jedoch kein Problem, da die Krankenkassen genug Geld in der Hinterhand hĂ€tten, um diese Extrakosten zu stemmen. Die Seite der Krankenkasse sieht dies Ă€hnlich und ein Sprecher des GKV-Spitzenverbands wird zitiert: „Dass eine Krankenkasse allein wegen der zusĂ€tzlichen Ausgaben fĂŒr die Schweinegrippe-Schutzimpfungen einen Zusatzbeitrag erheben muss, ist sehr unwahrscheinlich“. Wie ich heut bereits berichtet habe, soll die Impfung 28 Euro pro Kopf kosten.

Ich bin gespannt, welche Kasse als nĂ€chstes einen Zusatzbeitrag erheben will. Wer denkt ihr ist die nĂ€chste? Eine große Krankenkasse (AOK, Barmer, TK) oder eine kleine BKK?

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

9 Kommentare zu “Folgen weitere ZusatzbeitrĂ€ge?”
  1. simone sagt:

    Rheinische Post vom 18.08.2009 / Seite A4

    zitat : ” Steigende Ausgaben fĂŒr Arzneimittel, Arzthonorare und Krankenhausbehandlungen haben die Bilanzen der großen gesetzlichen Krankenkassen verschlechtert.
    Die Barmer fuhr zum Halbjahr ein Minus von 29 Millionen Euro ein, die DAK ein Minus von 35,7 Millionen. …..”

    DER ZUSATZBEITRAG WIRD WOHL BEI ALLEN KASSEN UNUMGÄNGLICH SEIN!

  2. Bonny sagt:

    Ich tippe darauf, dass gerade die großen Kassen alle gleichzeitig mit Zuzahlungen auffahren werden. Rechtlich gesehen mĂŒsste es denen sogar erlaubt sein, sich in dieser Sache abzusprechen und wenn alle auf einmal kommen und sagen, “So, jetzt hĂ€tten wir gern noch 1% von Ihrem beitragspflichtigen Einkommen” dann wĂŒrde selbst das damit eintretende SonderkĂŒndigungsrecht kaum noch Sinn machen – wo sollte man denn hinwechseln? Und wie den Markt noch ĂŒberschauen, bei (irgendwo aufgeschnappten) 22 Kassenfusionen, die nun schon stattgefunden haben?

  3. simone sagt:

    ich glaube eher, dass alle in “lauerposition” liegen…
    In den Zeitungen steht es doch schon: Der ZUZATZBEITRAG kommt!
    Machen da 2 Monate mehr oder weniger die “Kuh fett”, wenn ich ansonsten total zufrieden bin und ich weiß, dass immer alles reibunglos lĂ€uft…

    Ich denke, nicht!! Ich BLEIBE!!

  4. Steffen sagt:

    Und wie den Markt noch ĂŒberschauen, bei (irgendwo aufgeschnappten) 22 Kassenfusionen, die nun schon stattgefunden haben?

    100 Prozentig nicht. Sogar fĂŒr mich ist es schwer, noch einigermaßen den Überblick zu behalten.

    ich glaube eher, dass alle in “lauerposition” liegen

    Das beste ist, wenn ich irgendwie der 10. bin der einen Zusatzbeitrag fordert. Dann fÀllt es nichtmehr so auf ;)

  5. Ciceroowl sagt:

    ressemitteilung Nr. 6/2009
    Bundesversicherungsamt zur Erhebung eines Zusatzbeitrags durch die GBK

    Zur Mitteilung der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln (GBK), einen Zusatzbeitrag zu erheben, erklÀrt der PrÀsident des Bundesversicherungsamtes, Josef Hecken:

    „Bei der GBK handelte es sich um eine kleine Betriebskrankenkasse mit regionalem Schwerpunkt. Von der Erhebung des Zusatzbeitrags sind rd. 30.000 Mitglieder betroffen. Die Erhebung des Zusatzbeitrages kommt nicht ĂŒberraschend, sondern war dem BVA seit lĂ€ngerem bekannt und ist von uns auch genehmigt worden. Die Mitglieder der GBK stehen trotz dieses Zusatzbeitrages in ihrer Beitragsbelastung aber immer noch gĂŒnstiger dar, als vor EinfĂŒhrung des Gesundheitsfonds. Denn vor FondseinfĂŒhrung lag der Beitragssatz der GBK im Jahr 2008 bei 16,6 %. Da der KV-Beitrag seit dem 1.7.2009 14,9 % betrĂ€gt, fĂ€llt die Beitragsbelastung der Mitglieder trotz des Zusatzbeitrags von 8 Euro immer noch geringer als im Jahr 2008 aus.

    Weitere AntrÀge auf Genehmigung der ZusatzbeitrÀge liegen dem BVA nicht vor.

    Im Übrigen weise ich daraufhin, dass derzeit bereits drei Kassen zu Gunsten ihrer Versicherten PrĂ€mien erstatten, denn das GKV-WSG sieht nicht nur ZusatzbeitrĂ€ge, sondern PrĂ€mienerstattungen vor. In diesen Kassen sind rd. 720.000 Mitglieder versichert, die von den Erstattungen profitieren.“

    Soviel dazu, zur Zeit, das ist wieder sehr vielsagend.
    Schaun wir mal, ist doch eh alles wieder zu kurz gesprungen.

  6. Ciceroowl sagt:

    Kein Zusatzbeitrag bei IKK gesund plus

    21.08.09 – Seit 01.01.2009 wird das Finanzvolumen in der Gesetzlichen Krankenversicherung ĂŒber den Gesundheitsfonds abgewickelt. Acht Monate nach Inkrafttreten des umstrittensten Teil der aktuellen Gesundheitsreform mĂŒssen nun die ersten Versicherten der Gemeinsamen Betriebskrankenkasse Köln (GBK) einen Zusatzbeitrag monatlich bezahlen.

    Die IKK gesund plus wird, trotz der verschlechterten Finanzlage großer gesetzlicher Krankenkassen, keinen Zusatzbeitrag erheben. Wie der Vorstand der IKK gesund plus, Uwe Schröder, bestĂ€tigte, kann die in Sachsen-Anhalt ansĂ€ssige Krankenkasse auch 2009 einen deutlichen EinnahmenĂŒberschuss verzeichnen.

    Nachdem die Barmer Ersatzkasse (BEK) und die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) nach eigenen Angaben FehlbetrĂ€ge von 29 bzw. 35,7 Millionen Euro fĂŒr das Rechnungsjahr 2009 verbuchen mĂŒssen gilt fĂŒr die Versicherten der zweitgrĂ¶ĂŸten Kasse in Sachsen-Anhalt somit kein Grund zur Sorge um steigende Kosten.

    “Außerdem wird es bei uns keine Diskussion um einen Zusatzbeitrag wegen gestiegener Impfkosten aufgrund der Schweinegrippe geben. Wir lassen unsere Versicherten wenn es um den Schutz der Gesundheit geht nicht im Regen stehen,” so Uwe Schröder.

    Quelle: Pressemitteilung der IKK gesund plus

    Nuja warten wir den 30.09.09 ab. Da warten wirdenn mal auf viele positive Nachrichten

  7. simone sagt:

    Ist die Frage wielange kein zusatzbeitrag oder die AusschĂŒttung!
    Jetzt wird zuviel ausgeschĂŒttet, damit demnĂ€chst doppelt nachgezahlt werden darf!
    Und dann springen sie wieder und wieder zur nĂ€chsten Kasse und wenn man dann krank wird und Krankengeld beziehen sollte, mĂŒssen 5 ehemalige Krankenkassen wegen Vorerkrankungen angefragt werden… das dauert…
    die Ausgaben laufen und das Krankengeld kann nicht gezahlt werden, weil die Altkassen noch nicht alles rĂŒckgemeldet haben…

    Soviel zum Service…

    Wieder mal ein Denkanstoss! Im Netz ist doch schon angekĂŒndigt, dass die andere Kassen nachziehen.

    Es ist eine Frage der Zeit. IMMER MEHR VERSICHERTE UND IMMER MEHR RÜCKERSTATTUNG – WIE SOLL DAS FINANZIERBAR SEIN?
    DA FOLGT ZWANGSLÄUFIG DER ZUSATZBEITRAG:

    IST AUCH IN ORDNUNG, wie gesagt, wenn wir selbst richtig krank wĂŒrden, könnten wir die Kosten fĂŒr die Genesung alleine nicht zahlen.
    Das Prinzip der Solidargemeinschaft ist grundsÀtzlich ein sehr gutes! Vielleicht sollten eher die privaten Versicherungen abgeschafft werden, damit alle in einer Krankekasse sind und gleiche Leistungen, bei gleichem Krankheitsbild erhalten.

  8. simone sagt:

    soweit ich weiß werden PrĂ€mien auch nur fĂŒr Vorjahre ausgezahlt, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfĂŒllt!
    Der Wechsel heute bringt also nicht, weil nĂ€chstes Jahr eh alles anders aussieht und alle ZusatzbeitrĂ€ge erheben mĂŒssten…

  9. Ciceroowl sagt:

    Ist ja auch nur ein Anreiz mehr nicht, aber ohne eine gezielte Kostenlenkung, die Augen auf die PrÀvention zu richten , nutzt das ja och alles nix, leider.Wesentlich wichtige wÀre es die Krankheiten von morgen heute zu verhindern, die LebnesumstÀnde so zugestalten, das die kosten nicht gleich einem Hulp steigen.

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