Fusion
Fusion AOK Berlin-Brandenburg: positives Fazit

Frank Michalak
Das Ergebnis der Fusion von der AOK Berlin und der AOK Brandenburg brachte der neuen AOK Berlin-Brandenburg einen 28 prozentigen Marktanteil ein – von Mitgliederzuwächsen wird gesprochen.
Der neue Vorstandsvorsitzende der Fusions AOK Berlin-Brandenburg, Frank Michalak, zieht eine durchweg positive Bilanz, auch wenn große Umstrukturierungen vorgenommen werden mussten. Als kleinen Nachteil sieht er, dass nun immer mit zwei Verhandlungspartnern gesprochen werden müsste, beispielsweise zwei Landeskrankenhäusern oder zwei Kassenärztlichen Vereinigungen.
Von einem Mitgliederzuwachs über 20.000 Mitgliedern seit Jahresanfang spricht der neue Vorstand. Die Zusatzbeiträge, welche von anderen Krankenkassen eingeführt wurden, werden als Ursache dafür gesehen. Nach der Fusion hat die AOK Berlin-Brandenburg über 1,3 Millionen Versicherte. Diese Versichertenanzahl sorgt für einen 28 prozentigen Marktanteil der neuen Kasse.
Der neue Vorstand zeigt sich ĂĽberzeugt, dass sich das Wachstum der Kasse positiv entwickelt. Trotz einer Zahl von etwa 9.000 Mitgliedern, die sie im Quartal wegen Sterbefällen oder KĂĽndigungen verlieren wĂĽrden – diese Zahlen seien aber auch schon rĂĽckläufig. AuĂźerdem bekäme die AOK Berlin-Brandenburg nach eigenen Angaben täglich rund 500 neue Versicherte, wie Michalak betonte.
Die AOK Berlin-Brandenburg wolle diese Zahlen halten und dafür müsse die Versorgung der Mitglieder verbessert werden, erklärte Michalak. Beispiele für eine Versorgungsverbesserung wären das bisher in Brandenburg praktizierte Kindervorsorgeprogramm „AOK-Junior“ auf Berlin auszuweiten und das „Curaplan Herz Plus“ Gesundheitsprogramm, dass sich an chronische Herzschwäche-Patienten richte. Zudem solle das Berliner Pflegeprojekt auf Brandenburg ausgeweitet werden. Interesse an diesem Projekt haben schon vier Heime aus Brandenburg bekundet. In Verhandlung stünde die Kasse mit zweien, wie Gerlinde König, AOK Vorstandsvize, mitteilte. Allerdings müssen in Brandenburg Einzelverhandlungen mit den jeweiligen Einrichtungen geführt werden, deshalb wäre es komplizierter als in der Hauptstadt.
Der Vorstand bewahrt seinen Optimismus und glaubt an die „schwarze Null“ in diesem Jahr.