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Fusion: BKK Barmag-Steinmüller, BKK ESSANELLE und sports direkt
Neuer Name für das Krankenversicherung Portal – hmm – der Fusionsreporter!? Das Krankenkassensterben läuft schneller ab, als ich es erwartet hätte. Werden wir Ende 2009 schon die Grenze von weniger als 100 Krankenkassen gebrochen haben? Es kann gut sein, wenn diese Geschwindigkeit beibehalten wird.
Heute sind es Krankenkassen, über die ich hier noch nicht viel berichtet habe.
Zum 1. April ensteht wieder ein großer Player im Gesundheitsmarkt. Mit 470 000 Versicherten ist die Krankenkasse unter den größeren Krankenkassen Deutschlands einzuordnen. Ob sie nach der Fusionswelle noch eine größere Krankenkasse ist oder ob die neue BKK ESSANELLE (so heißt die Krankenkassen nach der Fusion) dann zu den kleiner zählt bleibt abzuwarten.
Die Begründung die von der BKK Barmag-Steinmüller als Grund der Fusion aufgeführt wird finde ich nicht so einleuchtend:
Durch die Einführung des Gesundheitsfonds haben sich maßgebliche Veränderungen im Krankenkassenbereich ergeben. Der einst so günstige Beitragssatz der BKK Barmag- Steinmüller ist dem Einheitsbeitrag der Politik zum Opfer gefallen. ‘Die Einführung des Gesundheitsfonds und damit auch die Festlegung des Einheitsbeitrages konnten wir leider nicht verhindern. Darum ist es aber für unsere Kunden umso wichtiger, unsere Service- und Dienstleistungsangebote noch einmal drastisch zu erhöhen’, so Friedhelm Perrevoort, Vorstand der BKK Barmag-Steinmüller. ‘Um diesem hohen Anspruch gerecht zu werden, war eine Fusion die einzig richtige Entscheidung’. (via)
Die Krankenkasse hätte den Mitglieder den überschüssigen Beitrag zurückerstatten können!?
Der weiter unten in der PM der BKK Barmag-Steinmüller vom Vorstand der BKK Essanelle zitierte Grund ist hier wohl der entscheidende: man will durch verstärkte Marktmacht bessere Konditionen bei Vertragsverhandlungen mit den Leistungserbringern erreichen. Außerdem liegt der Schwerpunkt in der Versichertenverteilung nach der Fusion deutlicher in NRW. Das hilft dann auch bei den Vertragsverhandlungen mit regionalen Leistungsanbietern. Beispiel Krankenhaus: hier muss eine Kasse eine bestimmte Mindestbelegungsquote erreichen, um Vergütungsverhandlungen überhaupt erst führen zu dürfen.
Außerdem ist eine Kasse mit gerade mal 80.000 Versicherten wohl nicht sehr zukunftsfähig. Da hat man dann die Gelegenheit genutzt, solange man sich den Fusionspartner noch aussuchen kann.
Und das ist wohl der Treiber, warum es zurzeit so viele Fusionen gibt. Jeder versucht sich schnellstmöglich noch den besten Partner zu suchen. Den letzten beißen bekanntlich die Hunde.