Techniker Krankenkasse
Fusion der Techniker Krankenkasse mit IKK Direkt
Es scheint wohl jetzt bald amtlich zu sein. Wie ich eben in einem internen xing Forum gelesen habe, sollen von Seiten der IKK Direkt die ersten Schritte gemacht worden und eine Beschlussfassung im Oktober folgen.
Das soll gestern der Verwaltungsrat der IKK Direkt in Mannheim bekräftigt haben. Die neue Krankenkasse soll dann unter dem Namen Techniker Krankenkasse bekannt sein. Somit setzt sich der anhaltende Konzentrationsprozess in der Krankenkassenwelt weiter fort.
Bereits zum 1. Oktober soll eine Fusion zwischen der Metro Kaufhof BKK und der IKK Direkt stattfinden.
Auch zum 1. Oktober steht die Fusion von der Gothaer BKK und der Deutsche BKK an.
Gegen diesen Trend bewegt sich lediglich die BKK FTE (Auto BKK beantragt), denn sie löste sich vor kurzem von der Deutschen BKK. Zu dem Thema warum sich die Auto BKK von der Deutschen BKK löst, findet auch gerade eine Diskussion im Forum statt.
Bis jetzt habe ich aber zu dem Thema Techniker Krankenkasse und IKK Direkt noch keine Pressemitteilung gefunden. Sobald diese Verfügbar ist werde ich es hier schreiben. Also bis jetzt ist es sozusagen noch ein Gerücht :notme:
Update: Es ist kein Gerücht: Hier die Bestätigung Danke Peter für den Link!
Fusion der Techniker Krankenkasse mit der IKK Direkt – Fragen die ich mir stelle und zu denen ihr mitdiskutieren könnt
[...] Fusionsmeldung die andere. Vor ein paar Tagen hatten wir die Meldung über die “Mamut” Fusion der TKK mit der IKK Direkt. Jetzt kommt wieder eine neue Krankenkasse [...]
[...] beiden Krankenkassen auch nach der Fusion keine wirklich großen Krankenkassen. Wenn ich da an die Fusion der Techniker Krankenkasse mit der IKK Direkt oder an die Fusion der KKH mit der BKK Allianz entstehen jeweils Krankenkassen mit Millionen [...]
[...] Fusion der Techniker Krankenkasse mit der IKK Direkt [...]
[...] hat mich auf 2 Artikel hingewiesen zum Thema Fusion IKK Direkt und Techniker Krankenkasse. Danke [...]
[...] Hermes war bis Ende 2008 Vorstandsvorsitzender der IKK-Direkt. Seitdem die TK mit der IKK-Direkt fusioniert ist, gehört er auch dem Vorstand der TK an. Jetzt ist er auf eigenen Wunsch von dem [...]
[...] vielleicht daran, dass seit der Fusion zwischen IKK Direkt und Techniker Krankenkasse, eine andere Krankenkasse die größte Deutschlands [...]
Die Techniker Krankenkasse wurde 1884 als Eingeschriebene Hilfskasse für Architekten, Ingenieure und Techniker Deutschlands gegründet. Von 1911 bis 1927 war die TK eine private Krankenversicherung. 1965 fusioniere die Werkmeister-Kasse (gegründet 1891) mit der TK. Im Jahre 2000 fusionierte die Gärtner-Krankenkasse mit der Techniker Krankenkasse. 2004 gab es noch die Auflösung der BKK Airbus, deren Mitlieder fast alle den Weg in die TK fanden. Die TK hat also Fusions-Erfahrungen. Und: Infolge des steten Wachstums waren die Beschäftigten aller beteiligten Kassen bisher nicht negativ betroffen.
wow. Danke Peter für die ausführliche Information :2thumbs:
Das wusste ich auch noch nicht, dass die TK mit der Gärtner Krankenkasse fusioniert ist. Dann muss ich dir zustimmen: Erfahrung in Fusionen hat die Techniker Krankenkasse. lt. Wikipedia hatte die Gärtner Krankenkasse zum Zeitpunkt der Fusion immerhin knapp 250 000 Mitglieder (was man ja nicht als klein bezeichnen kann).
Aber die Fusion mit der IKK Direkt ist schon noch eine Nummer Größer (wenn es denn passiert). Es entstehen ja dann auch teilweise Überkapazitäten bzw. Doppelverwaltungen die mittelfristig abgebaut werden müssen. Was ja bekannt ist aus jeder Fusion. Wie groß diese Kapazitäten dann sind kann nur die TK bzw. IKK Direkt beantworten.
Ich habe nur gesehen, dass beide in Kiel sitzen (IKK Direkt einzigster Sitz und TK Geschäftsstelle/Direktion -> weiß leider nicht wie groß die der TK ist).
Ich frage mich noch wo die Mitglieder verwaltet werden sollen?
Zurzeit werden die der IKK Direkt nur in Kiel verwaltet. Die Techniker hat wiederum mehrere Ableger in ganz Deutschland.
Was ich damit sagen will: Fusionserfahrung ist natürlich wichtig, denn man kann evtl. Erfahrungen miteinbringen bzw. evtl. Fehler nicht das 2. mal machen, aber jede Fusion ist eine neue Herausforderung.
Hallo,
bei Fusionen werden erfahrungsgemäß Synergien realisiert. Das gilt für Krankenkassen genauso wie für andere Unternehmen. Einheiten, die man nach einer Fusion zweier Partner doppelt hat, werden zusammengelegt, um Kosten zu sparen. Insbesondere Geschäftsstellen an den gleichen oder an räumlich eng beieinander liegenden Standorten werden oftmals zusammengelegt.
Es kommt natürlich immer entscheidend auf das “Wie” solcher Prozesse an. Im Zuge der Absprachen der Fusionspartner vor dem Fusionszeitpunkt muss der Übergang von vorher zu nachher möglichst detailliert geregelt werden und – im Idealfall – vor allem den Belangen der betroffenen Mitarbeiter umfassend Rechnung getragen werden.
Das Gesetz gibt bei freiwilligen Vereinigungen (so der eigentliche Fachbegriff, das Wort “Fusion” hat sich bei Krankenkassen nur umgangssprachlich etabliert) nur einen eingeschränkten (Bestands-)Schutz von einem Jahr. So lange bleiben kraft Gesetzes alle vertraglichen Beziehungen unverändert; dies gilt auch für die Arbeitsverträge der Beschäftigten.
Im Zuge einer von allen Beteiligten verantwortlich durchgeführten Fusion werden üblicherweise gemeinsam Regelungen getroffen, welche die Rechte der Beschäftigten über den gesetzlichen Mindeststandard hinaus schützen. Hierbei wirken neben den Vorständen der Fusionspartner auch die Personalvertretungen und die Tarifvertragspartner mit.
Bei den Krankenkassen werden diese Dinge nach meiner Beobachtung im allgemeinen sehr verantwortungsvoll gehandhabt, so dass man als betroffener Mitarbeiter in der Regel keine Ängste vor einer Fusion haben muss. Für echte Leistungsträger bietet eine Fusion oft auch unverhoffte Aufstiegsmöglichkeiten, weil gerne die Gelegenheit genutzt wird, überkommene Strukturen zu überdenken und neu zu ordnen.
Ganz allgemein kann man nach meiner Erfahrung sagen, dass die an einer Fusion beteiligten Krankenkassen hier schon im eigenen Interesse viel Sorgfalt walten lassen sollten, denn die Mitarbeiter sind das Kapital, mit dem die Kassen im Wettbewerb bestehen werden.
Die Metro- und Direkt-Mitglieder profitieren davon, dass sie künftig in vielen Fällen auch vor Ort eine Anlaufstelle haben. Die Mitarbeiter arbeiten bei der TK häufig in Service-Centern mit Telefon, Fax, E-Mail und Briefpost, aber ohne persönlichen Kundenkontakt. Bei Servicezeiten von 24 Stunden täglich an 365 Tagen im Jahr ist ein intelligentes internes Management für den Arbeitsanfall etc. nötig, z. B. durch Anrufweiterleitung und PC-Vernetzung. Es ist also alles gar nicht so schwer. Vielleicht wäre es vor 15 Jahren für andere noch ein Problem gewesen. Für die TK, die seit 1964 mit Computern arbeitet und heute mehr als 12.000 PCs vernetzt hat, ist es sicher keines. Das sage ich nicht, weil ich Pressesprecher (in Franken und Bayern) bin, sondern weil es meine Überzeugung ist.
Peter Schieber
Techniker Krankenkasse
Landesvertretung Bayern
Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Also ich habe bei beiden Krankenkassen in Kiel gearbeitet. Bei der TK im Pflegezentrum und bei der IKK im Leistungsbereich. Die Fusion ist auf jeden Fall eine große Kosteneinsparung, irgendwie ein Vorreiter der kommenden Jahre als Folge der Gesundheitsreform. Irgendwie gut, denn irgendwie müssen die Kosten eingedämmt werden. Entgegen der Pressemitteilung, es würde keine personellen Konsequenzen nach sich ziehen, bin ich aber anderer Meinung. Besonders die besfristeten Mitarbeiter der IKK-Direkt werden das leider zu spüren bekommen. Ich vermute mal, das 2/3 der Mitarbeiter der IKK-Direkt langfristig (also ich sage mal bis 30.06.2009) dran glauben müssen. Für die Kosteneinsparung ist die Fusion sinnvoll, aber da hätte man schon früher den Mitarbeitern reinen Wein einschenken können. Na gut, ich lasse mich gern etwas bessern belehren und werde die Situation aus der Ferne beobachten.
@fcmforever “Na gut, ich lasse mich gern etwas bessern belehren und werde die Situation aus der Ferne beobachten.”
und wie du siehst, keine Antwort von niemandem was die Zukunft für die Mitarbeiter bringt… und warum? weil keiner was weiß, und die leute die es wissen MÜSSEN, keine Auskünfte geben… warum auch…. :thumbsup:
in diesem sinne,
und wir warten und wir warten und wir warten mit sicherheit auch morgen noch :peace:
:clap:
:rain3:
Also, wo bleibt sie denn jetzt, die “Durchhalteparole” des Kollegen der Abteilung “Presse und Öffentlichkeit”, dass alle Mitarbeiter der “geschluckten” IKK Direkt auch nach der Fusion einen sicheren Arbeitsplatz haben werden? Nichts? Keine Reaktion? Oder kann die TK nur Jubelmeldungen verfassen, wie toll sie ist und wenn’s dann mal negaiv wird (fusionsbedingte Synergieeffekte = Arbeitsplatzabbau), dann ist Funkstille?
Genauso, wie bei den Versagern aus der Finanzbranche, die regelmäßig ihre Superrediten und fantastischen Quartalszahlen bejubeln, aber sich in der Finanzkrise sprachlos in ihren Bürotürmen verstecken, was? Meine Güte, ihr gehört zum Sozialstaat, den wir hier – noch – haben! Werdet eurer Verantwortung gerecht und geht mit gutem Beispiel voran!
Zitat RevengeofPKV ↑:
Ich muss die Leute ein bissl in Schutz nehmen. Es kann auch sein, dass es such die Benachrichtigungsemails “bestellt” hat, welche aber auf dem Blog nach jetztiger Rechtslage nichtmehr verwendet werden dürfen :spam: – Aber der Ersatz wird am Wochenende installiert
:sad4: ich kann euch nur sagen das uns ikk mitarbeitern heute mitgeteilt wurde, das von 800 angestellten nur platz für ca. 200 bei der tk bleiben. tolle leistung!! vielen dank an den vorstand der ikk-direkt und auch an ulla schmidt. die ihr schäfchen ja im trocknen haben.
boah shit – :titanic:
Das ist ja sauber gelöst! :stooges:
Das kann ja wohl nicht wahr sein –
Ist jetzt bestimmt eine Bombenstimmung bei euch :dork:
Weißt du schon, ob du betroffen bist?
800 – 200 übrig hammer- bis wann sollen die Mitarbeiter entlassen werden?
da 80% befristete verträge haben löst sich das problem für die tk von ganz allein. ich bin auch dabei ja. verträge wurden ja seit dem september nicht mehr verlängert. ist echt ein schönes weihnachtsgeschenk.
boah :censored:
mir fehlen gerade die Worte.
Wie kann man in einem Unternehmen 600 befristete Verträge haben?
und wenn ich davon ausgehe, dass alles gelernte Sozialversicherungsfachangestellt sind und in Kiel sitzen – Wie soll es dann möglich sein Jobs zu finden?
Hattet ihr heute eine Personalversammlung oder wurde es netterweise per E-Mail zugeschickt
Tja, das tu mir echt leid für die IKK-Direkt-Mitarbeiter (ich war auch einer, bin aber nun bei ner BKK), die in den Hochzeiten Frühling 2007 mit teilweise mehr als 20000 neuen Mitgliedern pro Monat mehr als Einsatz bei der Arbeit gezeigt haben (Samstag, viele, viele Überstunden)und die Unterbesetzung dann ausgleichen mussten. Das waren Zeiten, man konnte auch nicht so schnell neue Mitarbeiter einstellen /einarbeiten und musste dann den Frust der Versichreten zu spüren bekommen. Eine Personalversammlung gepaart mit Weihnachtsfeier gibt es Ende November. Wie einer meiner Vorredner gesagt hatte, dass 600 Sofas in Kiel sitzen, ist nicht ganz richtig. Wir haben viele Mitarbeiter aus andern Bereichen (RV,..) und wir hatten im Nordosten auch Standorte (Stralsund, Rostock), die meines Wissens komplett schließen. Bei der TK ist das Problem, dass die den unbefristeten Mitarbeitern der IKK Jobs in Deutschland anbieten, (z.b. in Bayern) und wenn die den nicht annehmen wegen Umziehen, haben die auch Pech gehabt. Na ich habe das Gefühl, dass die ganze Sache von langer Hand schon wenigstens 1 Jahr geplant war, nur der Fusionspartner stand nicht fest. Hauptproblem und Grund für das SCheitern der IKK-Direkt ist aus meiner Sicht, dass man die Höhe der RSA-Ausgleichzahlungen falsch eingeschätzt hat. Man selbst hat keine RSA relevanten Statistiken geführt (extra Erfassen von Ausgaben mit Diagnosen, etc..) und muss natürlich auf einmal viel später die ganzen RSA-Zahlungen in einer Höhe machen, die man so nicht berechnet hat. Als man das festgestellt hat, hat man 2 mal den Beitragssatz erhöht mit Begründung gestiegende Ausgaben KHS und Arzneimittel. Ricjtig wäre , gestiegene Ausgaben RSA. Das hätte man in gewissen Positionen mit Fachkräften etwas anders regeln können. Aber gut, ich wünsche allen IKKlern ein glückliches Händchen beim “Lose ziehen”..Ihr könnt nichts dafür..