Dienstag, 22. Mai 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Glutamat

15.06.2010 | 18:03 Uhr

Geschmacksverstärker Glutamat – gesundheitliche Folgen inbegriffen

Asiatisches Essen

Asiatisches Essen

Besonders in asiatischen Spezialitäten findet sich häufig der Geschmacksverstärker Gutamat. Dieser führt recht häufig zu Kopfschmerzen und Übelkeit. Da Glutamat vorzugsweise in asiatischen Lebensmitteln verarbeitet wird, nennt man die Nebenwirkungen folgerichtig auch China-Food-Syndrom. Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten, erklärt, dass Übelkeit und Kopfschmerzen oft eine Folge des Genusses von Asia-Gerichten ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Asia-Fertiggerichte konsumiert wurden oder ob man in einem China-Restaurant zu Abend gegessen hätte. Es ist jedoch keine allergische, sondern eine Unverträglichkeitsreaktion.

Grundsätzlich sollte jeder, der diese Probleme an sich feststellt, auf glutamathaltige Speisen verzichten. Auch in deutschen Produkten ist der Geschmacksverstärker enthalten. Da dies jedoch auf den Verpackungen deklariert wird (E620 bis E625 sowie Mononatriumglutamat), lässt sich der Konsum leicht vermeiden. Gerade Suppen führen zu einer schnellen Aufnahme von Glutamat. Dies kann die Beschwerden verstärken.

Wer empfindlich auf den Geschmacksverstärker reagiert, meidet damit versetzte Speisen am besten. Insbesondere aus Suppen nimmt der Körper Glutamat sehr schnell auf, was zu Beschwerden führen kann, erklärt Wesiack. Weitere Nebenwirkungen, die auf den Genuss von Glutamat zurückgehen, sind Hautrötungen, Zittern, ein Engegefühl in der Brust und Muskelschmerzen. Kinder leiden häufig unter Fieber, Angstzuständen oder Verwirrtheit, wenn sie eine Glutamat-Unverträglichkeit haben. Nach dem Genuss können die Symptome innerhalb von 12 Stunden auftreten.

Glutamat in Lebensmitteln wird auch mit Hefeextrakt, Würze oder Tomatenmark auf den Produktverpackungen ausgezeichnet. Hier sollte man ebenfalls auf den Verzehr verzichten. Geht man zum Essen in ein Restaurant, sollte man vor der Bestellung gezielt nach Glutamat fragen.

Bild: flickr / jugglerpm

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Kommentare

2 Kommentare zu “Geschmacksverstärker Glutamat – gesundheitliche Folgen inbegriffen”
  1. EDingo sagt:

    Kurz als MSG bekannt sind diese in vielen Ländern bereits viel stärker Reduziert. So haben besonders Asiatische Restaurants in den Staaten wie in Australien besonders häufig die Kennzeichnung “MSG Free”. Die Gesundheitlichen Folgen und die Bedrohungen durch Glutamate sind in anderen Ländern längst bekannt und adressiert … Es wird Schwangeren sogar AUSDRÜCKLICH davon Abgeraten MSG versetzte Nahrung zu essen. In Deutschland findet es sich sogar in vielen hochwertigen Gewürzen (von FUCHS) wieder. Restaurants in Deutschland adressieren das Thema gar nicht. Und die Glutamate kommen nicht nur in Asiatischer Küche vor. Typischste Erscheinungen sind Hitzewallungen … und die gibt es hier in Deutschland dank der weiten Verbreitung in
    Gewürzen nicht nur beim Asiaten.

    Mal wieder schwache Leistung im Gesundheits-/Lebensmittel- Sektor.

  2. Liliana sagt:

    Leider haben Sie vergessen zu erwähnen, daß Glutamat nicht nur krank, sondern auch noch dick macht. Das ist für alle Abnehmwilligen von Bedeutung.

Teilen Sie Ihre Meinung