Studie
Gesetzliche Krankenkassen und Web 2.0?
Ich beobachte mittlerweile seit über einem Jahr – öffentlich in dem Blog und auch sosnt- die Aktivitäten von Krankenkassen im Internet. Darauf aufbauend ergab sich auch meine erste Umfrage, wie ihr die Webseiten von Krankenkassen findet. Ich finde bis jetzt, dass der großteil der Krankenkassen sich im Internet garnicht bzw. nur sehr gering beteiligt. Deshalb hat mich auch die Studie von Cision stark überrascht.
In der Studie wird festgestellt, dass die Krankenkassen eigentlich im Internet sehr gut aufgestellt sind. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Dazu mehr im folgenden.
Natürlich könnte ich jetzt die Krankenkassen anhand der Mitgliederzahlen betrachten. So würde ich mich nur auf die AOK, DAK, Barmer, TK usw. konzentreiren. Jedoch gibt es auch massig kleine Krankenkassen, für die das Web – egal ob 2.0 (was ein furchtbarer Begriff) eine wirklich Chance darstellt. So ist das Web immernoch ein Baukasten, mit dem auch mit wenig Geld große Erfolge erzielt werden können. Zudem ist immer auch die Frage, wie man das ganze macht und nicht ob es gemacht wird.
Nehmen wir mal einen Aspekt aus der Studie. Ich kann jetzt nicht die ganze Studie auseinander nehmen. In der Studie wird festgestellt:
In MicroMedia-Diensten wie Twitter tauschen sich nicht nur Mitglieder aus, auch einige Kassen beteiligen sich über unternehmenseigene Twitter-Accounts rege an der Online-Diskussion rund um das Thema Gesundheit (Anmerkung: von mir hervogehoben). DAK und AOK waren hier im Juni besonders präsent.
Ich kenn mich ja mit der Web Aktivitäten – sagen wir mal – verhältnismäßig sehr gut aus. Ich habe auch schon beratend ein paar Projekte und Unternehmen zur Seite gestanden. Ich glaube auch alle großen Krankenkassen follgen meinen Aktivitäten bei twitter bzw. ich folge ihnen. Deshalb weiß ich auch, wie dort zurzeit das ganze abläuft.
So ist es bei Twitter möglich Menschen direkt zu Antworten. Das ganze sieht dann so aus, wie die durch Netdoktor (www.netdoktor.de) an mich gerichtete Nachricht zeigt.

Es beginnt mit einem @ Zeichen und wird gefolgt von dem Namen des Twitter Nutzers. Diese an mich gerichtete Nachrichten kann ich (und alle andere Nutzer) dann einsehen.
Es gibt zwar auch private Nachrichten, welche andere Nutzer nicht einsehen können, jedoch werden diese nur wenig genutzt (jedenfalls hab ich noch fast keine bekommen).
Der wichtigste Aspekt von Twitter ist aber das Retweet (kurz RT). Sozusagen das verbreiten von Nachrichten im Netzwerk. Das ganze sieht dann so aus, wie der Retweet von Gesundheitswirt.

Ich habe jetzt mal kurz an der Oberfläche von Twitter gekratzt. Natürlich gibt es noch viel mehr Aspekte hierfür. Immerhin gibt es zu dem Thema auch schon ein eigenes Buch. Nur diese 2 Apsekte (RT und @) sind die wichtigsten Punkte für eine “rege Beteiligung” oder “Diskussion”.
Schauen wir uns mal einen Beispiel Twitter Account der AOK an. Wenn, wie ich oben beschrieben hab, die wichtigen Aspekte für die Diskussion das @ und das RT sind, dann kann festgestellt werden, dass sich die AOK Politik null an einer Diskussion beteiligt.
Siehe:

Kein @ kein RT. Egal wie weit ihr scrollt. Nein die AOK Politik feeded noch Ihre Nachrichten in Twitter ein. D.h. sie hat eine Schnittstelle die automatisch bei Twitter Nachrichten generiert. Diese Nachrichten sind dann verlinkt zu den AOK Seiten.
Unter Diskussion verstehe ich etwas anderes. Dementsprechend sehen auch die Accounts der anderen Krankenkassen aus.
Für mich ist diese “Studie” deshalb nicht nachvollziehbar.
[...] Medien zu “platzieren”. Auch wenn “Studien” gerne etwas anderes denken (Krankenkassen und Web 2.0) so kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass die Krankenkassen noch viele lernen können. Ich [...]
Vielleicht bewirkt Dein Artikel ja etwas
Nebenbei: Es ist ziemlich anstrengend, den Artikel zu lesen, weil ständig unvermittelt Werbung mitten drin steht.
Hi Klaus-Peter
ich hoffe ja, dass sich die Krankenkassen ein bißchen mehr auf das web 2.0 einlassen und damit meine ich richtig. Blogs mit Pingback, Kommentarfunktion usw. Das würde mir es auch erleichtern über diese zu berichten
Das mit der Werbung ist hier bissl schwer, da sie automatisch über ein Plugin eingefügt wird. Manchmal sieht das dann bissl schlecht aus.