Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Apotheke

29.04.2010 | 0:59 Uhr

Gesundheitsmarke mit billigem Image?

Ein Artikel der „apotheke ad hoc“ beschäftigt sich mit einem Franchise-Konzept für Apotheken. Gemeinsame Urheber des Plans waren im Jahr 2006 Ralf Däinghaus und Oliver Blume. Heute sind sie Kontrahenten, die sich auch in der Öffentlichkeit gern gegenseitig diskriminieren. Während Däinghaus die Doc-Morris-Apotheke gründete, begann Blume bei eBay „clever&easy“ mit seinem Konzept für OTC-Arzneimittel. Schnell wurde daraus der Start der ersten Versandapotheke bei eBay Deutschland. Schon 12 Monate später bekam der Shop seinen heutigen Namen „easyApotheke“.

Und noch einmal zwei Jahre darauf wurde Blume Franchise-Geber. Dazu holte er sich Harald Steinert und Jörg Paulmann als Partner. Nach der Eröffnung des ersten Discounters für Arzneimittel namens „easyApotheke“ gingen Apotheker und Großhändler auf die Barrikaden. Das Bundeskartellamt verhängte in der Folge Bußgelder in Höhe von 150.000 Euro gegen 8 Pharmazeuten. Blume konnte weiter durchstarten. Allerdings änderte sich einiges.

Franchise-Nehmer, die easyApotheker werden wollten, mussten künftig eine neue Apotheke eröffnen und die Zielvorgabe der Markenpartnerschaften wurde ebenfalls kräftig nach unten korrigiert. Die Begründung von Blume dazu lautete: „Wir wollen schließlich keine fußkranken Apotheken“. Weder die internationale Expansion noch die schon für 2009 geplanten 100 easyApotheken sind augenblicklich spruchreif.

Alles hat sich ein wenig nach hinten verschoben, aber das ändert nichts an dem stetigen Wachstum von Blumes Franchise-Unternehmen. Mehrere neue Partnerschaften später ist Oliver Blume weiterhin Mehrheitsaktionär und auch für die Neuentwicklungen zuständig. Sein Ziel: „easy soll zur Gesundheitsmarke werden.“ Für 2010 plant Blume die Eröffnung von 40 weiteren easyApotheken.

Bild: flickr / Moe_

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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