Politik
Griechenland wird jetzt geholfen
Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union haben sich heute auf einen Rettungsplan für das vom Bankrott bedrohte Griechenland geeinigt. Das erklärte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. In Kürze wollen die politischen Spitzen der EU-Länder dazu eine Erklärung abgeben.
Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat angesichts der griechischen Haushaltskrise vor Panikmache bei der Euro-Stabilität gewarnt. GegenĂĽber der SaarbrĂĽcker Zeitung (Freitagsausgabe) äuĂźerte Bofinger, dass die Finanzmärkte im Augenblick völlig ĂĽberreagierten. Als Beispiel verwies er auf Japan. Dort sei die Staatsverschuldung zwar deutlich größer als in Griechenland, der japanische Yen jedoch trotzdem sehr stark. “In dieser Situation sind staatliche Hilfen der Euro-Länder angebracht, um die Finanzsituation Griechenlands zu stabilisieren”, erklärte Bofinger. Diese UnterstĂĽtzung mĂĽsse aber sofort ausgesetzt werden, wenn die Griechen die Konsolidierung schleifen lieĂźen. Die EU dĂĽrfe sich weder von Griechenland noch von den Märkten auf der Nase herumtanzen lassen.