Palliativversorgung
Hamburg: Verbesserte medizinische Versorgung todkranker Menschen zuhause

Hamburg: Verbesserte medizinische Versorgung Todkranker
Die Arbeit wird durch einen in Hamburg mit allen Beteiligten geschlossenen Vertrag künftig auf sogenannte Palliativ Care Teams verteilt. Die PCTs übernehmen dabei die Betreuung der Sterbenden. Ein Palliativ Care Team steht für jeweils 250.000 Einwohner zur Verfügung.
Damit ist Hamburg das erste Bundesland, das diesen notwendigen Schritt tatsächlich umgesetzt hat. Aktuell arbeiten bereits fünf PCTs in diesem Sinne. Auch für Harburg und Bergdorf bereiten sich PCTs vor. Die weitere Planung sieht den Aufbau eines speziellen Teams für die Betreuung von sterbenden Kindern und Jugendlichen vor.
Günter Ploß, Leiter des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Landesvertretung Hamburg, sagte: “Für Sterbende und ihre Angehörigen ist es wichtig, dass sie mit ihren Schmerzen und existenziellen Nöten nicht alleingelassen werden und palliativmedizinische und -pflegerische Hilfen auch in den eigenen vier Wänden in Anspruch nehmen können. In Hamburg kann jeder gesetzlich Versicherte im Ernstfall von einem hoch qualifizierten Team aus Pflegediensten und Ärzten palliativmedizinisch betreut werden. Dafür haben sich Pflegedienste und Palliativmediziner zu Palliativ Care Teams zusammengeschlossen und sich mit den Krankenkassen auf einheitliche Verträge geeinigt.”
Der Regionaldirektor Hamburg der AOK Rheinland/Hamburg, Siegfried Jähne, ergänzt: “Wir sind davon überzeugt, mit diesem flächendeckenden Vertrag zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung in Hamburg eine sehr gute und an den individuellen Bedürfnissen der Schwerstkranken orientierte ambulante Versorgung anbieten zu können.”
Hamburg als erstes Bundesland? Das halte ich für ein Gerücht: Hessen hat, wenn auch schon spät, bereits vergangenes Jahr einen flächendeckenden Mustervertrag ausgehandelt.