Ă–strogen
Hormone im Kassenbon

Hormone im Kassenbon
Wer hätte das gedacht? Ganz gewöhnliche Kassenbons enthalten Chemikalien, die auf Menschen ähnlich wie das Östrogen wirken. Verantwortlich dafür ist die Chemikalie Bisphenol A (BPA), die auch Hauptbestandteil von Polycarbonat (Kunststoff) ist und so Anwendung in Getränkeflaschen, Babyfläschchen und Schnullern findet. Das relativ stabile BPA kann von Säuren oder durch menschlichen Speichel in den menschlichen Körper gelangen.
Der Westdeutsche Rundfunk gab diese Untersuchung in Auftrag. Dabei wurde festgestellt, dass insbesondere die Kassenbons der Firmen Aldi, Lidl, Edeka, Kaisers und Real bis zu 1,5% BPA enthalten. BPA sei zwar “weniger potent” als das Ă–strogen, doch es sei bekannt, dass es eine Wirkung auf Fortpflanzung habe, so Jochen Flasbarth vom Umweltbundesamt.
Männer, die in Betrieben arbeiten, in denen BPA produziert wird, leiden demnach häufig unter Erektionsstörungen oder Libidostörungen. Auch auf das Körpergewicht hat BPA Einfluss. Frederick vom Saal (Neurobiologe), fand heraus, dass Frauen mit einem hohen Gehalt an BPA im Blut dicker sind als Frauen, die einen niedrigeren BPA-Gehalt aufweisen.
Zudem belegen andere Studien, dass BPA Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verursachen kann. Allerdings wurde hierzu noch kein wissenschaftlicher Beweis erbracht. “Die vorliegenden Kenntnisse sollten ausreichen, die Verwendung bestimmter BPA-haltiger Produkte vorsorglich zu beschränken.”, so Flasbarth.
Bild: Hans Snoek / pixelio.de
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Check out what others are saying about this post...[...] „Hormone im Kassenbon“, so oder zumindest so ähnlich lautet die heutige Horrormeldung in einigen deutschen Tageszeitung zum Fund von Bisphenol A in Kassenbons einiger deutscher Discounter. Bis 1,5 Prozent eines Kassenbons soll nach einer vom Westdeutschen Rundfunk in Auftrag gegebenen Studie aus dieser schwach hormonartig wirkenden Substanz bestehen. [...]