Horst Köhler
Horst Köhler: Nachfolger gesucht

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Alexander Dobrindt, Generalsekretär, sagte, dass die CSU einen „geeigneten Vorschlag der CDU“ unterstützen würde. „Dafür werden jetzt Abstimmungsgespräche innerhalb der Union geführt“, sagte er. Einen eigenen Kandidaten wollen sie jedoch nicht stellen. Dobrindt: „Die CSU will gemeinsam mit der CDU einen gemeinsam abgestimmten Kandidaten für das Bundespräsidentenamt finden“.
Auch die FDP ist auf Nachfolgersuche. Dafür wurde eine Sondersitzung einberufen, die bis Dienstagnacht andauerte. Cornelia Pieper, Parteivorsitzende, sagt: „Wir werden uns verständigen, wer ein gemeinsamer Kandidat der Koalition sein kann“ und betont die Notwendigkeit der Einbindung ihrer Partei in die Zustimmung. Auch die FDP verzichtet auf die Aufstellung eines eigenen Kandidaten.
Bei einem Treffen mit Horst Seehofer (CSU) und Guido Westerwelle (FDP) soll sich Bundeskanzlerin Angela Merkel ebenfalls für die Kandidatur von Ursula von der Leyen ausgesprochen haben. Auch Norbert Lammert (VDU) ist in der engeren Auswahl.
Ursula von der Leyen wäre eine geeignete Kandidatin, da sie parteiübergreifend für Ihre Arbeit im Bereich Familien- und Sozialpolitik geschätzt wird. Zudem verfügt sie über ein großes Durchsetzungsvermögen. Lammert hingegen wirft die Vorzüge Souveränität und parteiübergreifende Anerkennung in die Waagschale. Da die Opposition grundsätzlich für einen Kandidaten plädiert, der parteiübergreifend anerkannt werden würde, sind diese beiden Politiker geradezu prädestiniert für das Amt des Bundespräsidenten.
Der Rücktritt Köhlers hatte für Entsetzen gesorgt. Gerade in den aktuellen Krisenzeiten reagierten viele mit Unverständnis. Nach den gesetzlichen Bestimmungen muss der Nachfolger innerhalb von 30 Tagen bestimmt worden sein, daher wird sich die Bundesversammlung am 30. Juni für einen Nachfolger entscheiden müssen.
Bild: flickr / Bertelsmann Stiftung