Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

IGEL Leistungen

29.05.2010 | 19:04 Uhr

IGeL – die individuellen Gesundheitsleistungen sind bei Patienten beliebt

38,3 % der Mediziner halten IGeL für unseriös

38,3 % der Mediziner halten IGeL für unseriös

Schon länger werden die Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) durch deutsche Ärzte angeboten. Diese gehen nicht zu Lasten der GKVs, sondern werden von den Patienten direkt bezahlt. Jede dritte Praxis bietet zwischen vier und zehn dieser Leistungen an.
Die Ärzte sind der Auffassung, dass IGeL eine sehr wichtige Ergänzung zum bestehenden Leistungsumfang der Krankenkassen ist. 64,8% der Ärzte halten sie zudem für medizinisch sinnvoll. Sie geben an, die Leistungen auch dann anbieten zu wollen, wenn die Bezahlung durch die Kassen besser wäre. CompoGROUP erläutert: “Weit mehr als ein Drittel der befragten Mediziner (35,5 %) gibt an, dass ihre Patienten auf die zusätzlichen Angebote offen und interessiert reagieren. Nur jeder Neunte (11,1 %) beobachtet ein deutliches Misstrauen gegenüber IGeL”.

IGeL umfasst zu 22,3% labormedizinische Ergänzungsleistungen, zu 17,4% Vorsorgeuntersuchungen, zu 16,7% spezielle Untersuchungen sowie von patienten gewünschte Bescheinigungen wie Atteste für Schulen, Sportvereine oder bei Reiserücktritt, zu 15,2% Ultraschalluntersuchungen und zu 15% Impfungen.

38,3% der Mediziner halten IGeL für unseriös. 36,8% der Ärzte sagen, dass es sich nicht lohne, 24,1% können IGeL nicht in den Praxisalltag integrieren. Damit lehnen insgesamt 26,6% der Mediziner IGeL ab.

CompuGROUP interviewte für den aktuellen Gesundheitsmonitor 440 zufällig ausgesuchte Hausärzte, Kinderärzte und Gynäkologen.

Bild: flickr / Truthout.org

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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