Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Studie

7.09.2009 | 19:25 Uhr

IKK Beratung für betroffene Pflegefälle

Anhand einer kürzlich veröffentlichten Studie konnten die Innungskrankenkassen (IKK) eine starke Zunahme der Anträge auf Pflegebedürftigkeit ermitteln. Waren es im Jahr 2006 noch 25.500, registrierte man 2008 bereits 32.000 Versicherte mit Antrag auf Leistungen aus der Pflegeversicherung.

Medizinische Dienste mussten im Jahr 2007 noch 1,325 Millionen, im Jahr 2008 bereits 1,5 Millionen Begutachtungen im Auftrag der Gesetzlichen Krankenversicherungen erstellen. Die demografische Entwicklung erfordere „eine unbürokratische Beratung für Betroffene und Angehörige aus einer Hand“, so der Geschäftsführer der IKK e.V. Rolf Stuppardt, Dienstleister der Innungskrankenkassen auf Bundesebene.

Bei der Signal Iduna IKK im Bereich Westfalen wurde nun für die Beratung neues Personal eingestellt. Speziell geschulte Pflegeberater unterstützen Betroffene bei der Suche nach ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen und geben Rat bei Problemen und Absprachen mit Ämtern und Behörden. In Bayern gibt es darüber hinaus eine neue Leitstelle Pflegeservice, eine kostenlos geschaltete Telefonnummer bei der telefonischer Expertenrat angeboten wird.

Auch bei der numIKK finden Betroffene Beratung zum Themenschwerpunkt Pflegebedürftigkeit und Hilfe, wenn kurzfristig eine veränderte Betreuung notwendig wird. Das offensichtlich benötigte Beratungsangebot sollte nach Aussage von Stuppardt transparenter für die Hilfesuchenden gemacht werden. Ebenso sieht er seine Aufgabe darin, die Qualität der Leistungsbringer zu erhöhen.

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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