Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Krebs

18.05.2010 | 0:57 Uhr

Individueller Tumorimpfstoff bald möglich?

Individuelle Tumorimpfung bald möglich?

Individuelle Tumorimpfung bald möglich?

Ein neues biochemisches Verfahren hilft den Forschern der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums bei der Beantwortung zahlreicher Fragen in Bezug auf Tumorpatienten. Auf diese Weise kann das Verfahren die Identifizierung der Zielstrukturen für individuelle Tumorimpfungen erleichtern. Die Forscher setzen vermehrt auf individuelle Ansätze bei der Bekämpfung der Krebsarten, da selbst Patienten mit der gleichen Krebsform verschiedene Abwehrzellen-Repertoires haben.

In einem Verfahren werden den Patienten Abwehrzellen entnommen, um sie anschließend in der Kulturschale mit dem passenden Antigen zu aktivieren. Die nun aktivierten Zellen werden dem Patienten wieder zugeführt, so dass der Kampf gegen die Tumorzellen effektiver ist. Um herauszufinden, welche Proteinmerkmale des Tumors gegen die jeweiligen Abwehrzellen des Patienten gerichtet sind, wird in dem neuen Verfahren das Proteingemisch aus einer Gewebeprobe des Tumors in seine Einzelkomponenten getrennt. Diese einzelnen Komponenten werden anschließend in der Kulturschale dahingehend untersucht, ob aus dem Blut gewonnene Abwehrzellen aktiviert werden können.

Phillip Beckhove, Forscher, sagt: “Wir wissen heute, dass der Krebs in den Stromazellen die Bildung bestimmter Proteine auslösen kann. Der Tumor ist von seiner Umgebung abhängig. Treffen wir das Stroma, geht auch der Krebs zugrunde – ein ganz neuer Ansatz in der Krebstherapie.” Die grundsätzlichen Anwendungsmöglichkeiten werden nun genauer untersucht.

Bild: flickr / UNICEF Sverige

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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