Sonntag, 12. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

IQWiG

9.06.2010 | 18:59 Uhr

IQWiG – Windeler wird zum Kostenkiller

Prof. Jürgen Windeler

Prof. Jürgen Windeler

Jürgen Windeler, der designierte Chef des IQWiG, will Milliarden Euro sparen. Dafür will er unter anderem Rationierung vermeiden, unnütze Ausgaben sparen und die Pharmaindustrie gut im Auge behalten. Windeler: “Die Summen, die für ungeeignete Behandlungen ausgegeben werden, sind erheblich”. Windeler meint, man solle die Mittel in die richtigen Bahnen lenken, bevor über die Rationierung medizinischer Leistungen gesprochen werde.

Das IQWiG will Windeler im Gesundheitswesen zu einer festen Institution werden lassen. Auch die starke Fokussierung auf den Arneimittelsektor will er relativieren, da das Institut viel mehr leiste, so zum Beispiel das Überprüfen vom medizinischen Nutzen von Untersuchungsmethoden.

Eine politische Einmischung fürchtet er nicht, da das Institut Wert auf unabhängige und neutrale Bewertungen lege. “Das ist der Anspruch des IQWiG, und das erwarten selbstverständlich die Versicherten und Patienten. Ganz wichtig ist mir zudem, dass die Ergebnisse des IQWiG möglichst in der medizinischen Versorgung berücksichtigt werden. Dazu sind sicherlich auch politische Gespräche notwendig.”, so Windeler.

Das IQWiG gibt Erstattungsempfehlungen an Krankenkassen, nachdem es den Nutzen und die Kosten von Arzneimittel gegeneinander abgewägt hat. Stimmt das Bundesgesundheitsministerium zu, tritt Windeler zum 1. September 2010 die Nachfolge des scheidenden Peter Sawicki an, der das IQWiG seit 2004 leitete. Sawicki hatte viel Kritik von Pharma-Unternehmen einzustecken, da diesen seine Haltung zu kritisch war.

Bild: mds-ev.de / Presse

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

Teilen Sie Ihre Meinung