Joachim Gauck
Joachim Gauck – Kritik an der Instrumentalisierung der Bundespräsidentenwahl

Joachim Gauck
Christian Wulff, von den Koalitionsparteien nominiert, äuĂźert sich da schon vorsichtiger. Seinen Sie hält er nicht fĂĽr sicher und meint: “Es kommt auf die Geschlossenheit von CDU, CSU und FDP an”. Eine Sicherheit bestĂĽnde fĂĽr ihn erst dann, “wenn die Mehrheit verkĂĽndet ist”.
Wulff hat derzeit auch mit UnmutsäuĂźerungen zu kämpfen, vor allem von der FDP geäuĂźert. So meinte FDP-Landeschef Holger Zastrow (Sachsen), dass Wulff keinen Blankoscheck bekäme. Erst in der kommenden Woche wollen die Liberalen ĂĽber ihre Entscheidung in der Bundesversammlung abstimmen. Die FDP ThĂĽringen ist ebenfalls noch zu keiner Entscheidung gekommen. Patrick Kurth, Generalsekretär, sagt: “Die ParteifĂĽhrung muss deutlich machen, welche strategischen Vorteile die KĂĽr Wulffs fĂĽr uns bringt”.
FĂĽr Gauck gibt es jedoch selbst aus der Union bereits Zustimmungen. So fragte Jörg Schönbohm (CDU-Vorsitzender), warum es unmöglich war, “sich im bĂĽrgerlichen Lager mit der SPD auf Gauck zu einigen”. Stefan Mappus, Ministerpräsident Baden-WĂĽrttemberg, lobt Gauck als “seriösen und intelligenten Mann mit groĂźen Verdiensten”.
Da am Donnerstag Bundeskanzlerin Angela Merkel, Horst Seehofer und Guido Westerwelle Wulff als Kandidaten fĂĽr das Amt des Bundespräsidenten aufstellten, sieht auch Hermann Gröhe, CDU-Generalsekretär, die Chancen, “dass CDU, CSU und FDP in der Bundesversammlung geschlossen fĂĽr Christian Wulff stimmen” als sehr groĂź.
Bild: wikipedia / Tohma