Montag, 13. Februar 2012 | Gesundheitswesen Magazin

Honorarverteilung

10.05.2010 | 19:14 Uhr

Kassenärztliche Bundesvereinigung fordert gerechte Honorarverteilung

augenarzt 560x400 Kassenärztliche Bundesvereinigung fordert gerechte Honorarverteilung  BildDie Vertreterversammlung der KBV folgte dem Vorschlag des Vorstands der KBV, die in 2011 eventuell anfallenden Honorarzuwächse für niedergelassene Ärzte und Psychologische Psychotherapeuten dergestalt aufzuteilen, dass das Einkommen in den Regionen erhöht wird, bei denen dies bei der letzten Honorarreform nicht geschah.

Demzufolge wird es auch keine lineare Erhöhung geben. Einer weiteren Forderung wurde ebenfalls Rechnung getragen. So soll die Honorierung künftig auf einen bundesweit einheitlichen Behandlungsbedarf abgestellt werden. Die KBV hat nun dafür Sorge zu tragen, dass „für die Diagnostik, Therapie und Behandlung eines Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung, unabhängig von dessen Kassenzugehörigkeit und von seinem finanziellen Status und Wohnort, der Vertragsarzt bundesweit die gleiche leistungsbezogene Vergütung bei gleicher Qualität erhält“.

Damit soll den bis dato herrschenden ungleichen Verhältnissen entgegengewirkt werden. Schon im April 2009 hatten die zwei Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, die im unteren Bereich beim Behandlungsbedarf liegen, eine Initiative ins Leben gerufen, die zu einer Neuregelung der Ärztehonorare aufrufen sollte. Der Vorstoß war damals jedoch gescheitert.

Auf Beschluss der Vertreterversammlung der KBV müssen innerhalb der nächsten fünf Jahre die Voraussetzungen für das Aufteilungsmodell geschaffen werden. Damit soll ein bundesweit einheitlicher und kassenübergreifender Behandlungsbedarf in einer zuvor definierten Krankheitsgruppe je Versichertem garantiert werden.

Foto: flickr.de / basykes

Redaktion Gesundheitswesen Magazin

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